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Wirtschaft in Deutschland

Die Wirtschaft Deutschlands konzentriert sich auf industriell hergestellte Güter und Dienstleistungen, während die Produktion von Rohstoffen und landwirtschaftlichen Gütern nur eine geringe wirtschaftliche Bedeutung hat. Die größten Handelspartner sind andere Industrieländer, wobei im Außenhandel insgesamt ein beträchtlicher Überschuss erzielt wird. Die wichtigsten Exportgüter der deutschen Wirtschaft sind Produkte der Automobilindustrie und Energierohstoffe wiederum die wichtigsten Importgüter. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 2.489,4 Mrd. Euro (Stand: 14. Januar 2009, für das Jahr 2008

Daimler, Siemens, Porsche, Lufthansa, SAP. Deutsche Unternehmen genießen international einen ausgezeichneten Ruf. Sie stehen für das weltweit als Qualitätssiegel geachtete „Made in Germany“. Sie stehen für Innovation, Qualität und technischen Vorsprung. Doch die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde, das sind nicht nur die „Global Player“, sondern auch zahlreiche Weltmarktführer aus dem Mittelstand, dem Herzstück der deutschen Wirtschaft. Sie alle bauen auf gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen im „Land der Ideen“ und auf die ausgezeichnete Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch ausländische Investoren schätzen dies — als Standortvorteil in Zeiten der globalen Wirtschaft.

Deutschland zählt zu den am höchsten entwickelten Industrienationen der Welt und ist nach den USA und Japan die drittgrößte Volkswirtschaft. Mit 82,3 Millionen Einwohnern ist Deutschland auch der größte und wichtigste Markt in der Europäischen Union (EU). Im Jahr 2007 wurde in Deutschland ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2423 Milliarden Euro erwirtschaftet, was einer Summe von 29455 Euro pro Kopf entspricht. Diese Leistung beruht vor allem auf dem Außenhandel. Mit einem Exportvolumen von 969 Milliarden Euro (2007), mehr als einem Drittel des Bruttonationaleinkommens, ist Deutschland weltweit der größte Exporteur von Gütern. 2007 wurde Deutschland zum fünften Mal in Folge „Exportweltmeister“. Dadurch ist Deutschland wie kaum ein anderes Land wirtschaftlich global ausgerichtet und stärker als viele andere Länder mit der Weltwirtschaft verflochten. Mehr als jeder vierte Euro wird im Export von Waren und Dienstleistungen verdient – mehr als jeder fünfte Arbeitsplatz hängt vom Außenhandel ab. Die wichtigsten Wirtschaftszentren in Deutschland sind das Ruhrgebiet (Industrieregion im Wandel zum Hightech- und Dienstleistungszentrum), die Großräume München und Stuttgart (Hightech, Automobil), Rhein-Neckar (Chemie), Frankfurt am Main (Finanzen), Köln, Hamburg (Hafen, Airbus-Flugzeugbau, Medien), Berlin und Leipzig.

In jüngster Zeit hat die deutsche Wirtschaft einen robusten konjunkturellen Aufschwung erlebt – im Jahr 2007 wuchs sie um 2,5 Prozent. Mit 8,4 Prozent fiel der Anstieg der Unternehmensinvestitionen zudem besonders deutlich aus. Mit dem Wirtschaftswachstum, das von Wachstumsimpulsen sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland profitiert, geht eine Verminderung der Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen einher. Im Dezember 2007 lag sie bei 3,4 Millionen – das war der niedrigste Dezember-Stand seit 1992. Für diese positive wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Entwicklung gibt es eine Reihe von Faktoren. Die Wirtschaftspolitik hat die so genannten Rahmenbedingungen verbessert und die Unternehmen haben ihre Wettbewerbsfähigkeit gesteigert. So wurden die Lohnzusatzkosten gesenkt, der Arbeitsmarkt flexibilisiert und Bürokratie abgebaut. Außerdem trat 2008 die Reform der Unternehmenssteuer in Kraft. Damit werden die Firmen weiter deutlich entlastet. Die Unternehmer haben gleichzeitig Einkaufs- und Kostenstrukturen optimiert, in innovative Produkte investiert und sich fit für den Wettbewerb gemacht.

Aus Sicht internationaler Investoren (Internationale Investoren) gehört Deutschland zu den attraktivsten Standorten weltweit. Das ergeben jüngste Umfragen unter internationalen Managern sowie Studien international renommierter Beratungsunternehmen. In einer Studie von 2007 hat die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young die Attraktivität des Wirtschaftsraums Europa untersucht. Demnach kann sich Deutschland aus Sicht ausländischer Manager als führender Standort in Europa behaupten. Im internationalen Standortvergleich schneidet Deutschland besonders gut bei Forschung und Entwicklung, bei der Qualifizierung seiner Arbeitskräfte und der Logistik ab. Dazu kommen die zentrale geografischen Lage, die Infrastruktur, die Rechtssicherheit und die Arbeitskräfte. Zwischen 1997 und 2006 wurden in Deutschland 473 Milliarden US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen getätigt, darunter Großinvestitionen von Konzernen wie General Electric oder AMD. Damit rangiert Deutschland auf Rang fünf unter den Ländern mit den größten ausländischen Direktinvestitionen. Als wesentliches Plus wird die Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrachtet. Rund 81 Prozent der Beschäftigten verfügen über eine Berufsausbildung, 20 Prozent von ihnen haben einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Ein weiterer Pfeiler für das hohe Qualifikationsniveau ist das „duale System“ der Berufsausbildung, das innerbetriebliche mit schulischer Ausbildung verbindet und eine anerkannt hohe Ausbildungsqualität hervorbringt.

Wegen der hohen Exportorientierung ist Deutschland an offenen Märkten interessiert. Die wichtigsten Handelspartner sind Frankreich, die USA und Großbritannien. Nach Frankreich sind 2006 Güter und Dienstleistungen im Wert von 85 Milliarden Euro exportiert worden, in die USA im Wert von 78 Milliarden Euro und nach Großbritannien im Wert von 65 Milliarden Euro. Seit den Ost-Erweiterungen der EU (2004 und 2007) ist neben dem Handel mit den „alten“ EU-Staaten ein starker Aufschwung des Handelsvolumens mit den osteuropäischen EU-Mitgliedsländern erkennbar. Insgesamt werden gut zehn Prozent aller Exporte in diese Länder getätigt.

Kontinuierlich wächst die Bedeutung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu den asiatischen Schwellenländern wie China und Indien. Lagen die deutschen Exporte in die Region 1993 noch bei 33 Milliarden Euro, so stiegen sie inzwischen um mehr als das Dreifache auf 104 Milliarden Euro (2006). Die Zahl deutscher Unternehmen in Asien stieg in der gleichen Zeit von 1800 auf 3500, die Direktinvestitionen haben sich in dieser Zeit mehr als vervierfacht.

Deutschland ist eine Soziale Marktwirtschaft, das heißt: Der Staat garantiert freies wirtschaftliches Handeln, bemüht sich jedoch um einen sozialen Ausgleich. Auch aufgrund dieses Konzeptes ist Deutschland ein Land mit hohem sozialem Frieden, was sich in äußerst seltenen Arbeitskämpfen widerspiegelt. Im Durchschnitt der Jahre 1996 bis 2005 wurde in Deutschland je 1000 Beschäftigte an nur 2,4 Tagen gestreikt und damit sogar weniger als in der Schweiz mit durchschnittlich 3,1 Streiktagen. Die Sozialpartnerschaft von Gewerkschaften und Arbeitgebern ist durch die institutionalisierte Konfliktregelung im Rahmen des kollektiven Arbeitsrechts festgeschrieben. Das Grundgesetz sichert die Tarifautonomie, die den Sozialpartnern das Recht zubilligt, Arbeitsdingungen eigenverantwortlich in Tarifverträgen zu regeln.

Wirtschaftsstruktur

Die meisten arbeitenden Menschen (72,3 Prozent) sind in Deutschland im Dienstleistungssektor beschäftigt. Wesentlich dabei sind unter anderem das Verkehrswesen, Gastgewerbe, das Sozial- und Gesundheitswesen, das Wohnungswesen als auch die Finanzwirtschaft. Das produzierende Gewerbe beschäftigt 25,5 Prozent der Erwerbstätigen, Fischerei, Land- und Forstwirtschaft 2,2 Prozent (Angaben: 2006).
Deutschland hat bedeutende Rohstoffvorkommen, insbesondere im Bereich der Kohlevorkommen (Stein- und Braunkohle), im Bereich Kalisalz, Baustoffe und Steine und Erden. Außerdem befinden sich Erdgasvorkommen in Niedersachsen. Das dichtbesiedelte Industrieland mit dem fünftgrößten Energieverbrauch (nach USA, China, Japan und Indien) weltweit ist dennoch auf Rohstoffimporte angewiesen. Die Bedeutung der heimischen Steinkohle aus dem Ruhrgebiet und dem Saarland sowie der Braunkohle in Sachsen und Sachsen-Anhalt nahm in den vergangenen Jahrzehnten ab. 2005 erfolgte etwa 47 Prozent der Stromerzeugung und 24 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus Kohle[4]), Steinkohle und daraus produzierter Koks ist heute vor allem für die lokale Stahlindustrie und metallverarbeitende Industrie von Bedeutung. Die eigene Erdölförderung in Deutschland erwirtschaftete in den 1960er Jahren noch 30 % des heimischen Bedarfs aus, mittlerweile nur noch 3 %.
Auch Land- und Forstwirtschaft und deren nachgeordnete Industrien sind wichtige Grundlagenindustrien in Deutschland. Wald macht etwa ein Drittel der Landesfläche aus, im gesamten Wirtschaftsbereich Holz sind laut der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) mehr als eine Million Beschäftigte mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 100 Milliarden Euro zu finden.
Die Konsumausgaben in Deutschland betrugen 2008 etwa 1.857 Mrd. Euro, davon 1.404 Mrd. durch Privatpersonen und 453 Mrd. Euro durch Staatsausgaben.

Handelspartner und Außenhandelsstatistik

Frankreich ist Deutschlands wichtigster Handelspartner. Der Gesamtwert der Ausfuhren dorthin belief sich im Jahr 2008 auf 96,86 Mrd. Euro, der Gesamtwert der Waren, die aus Frankreich nach Deutschland eingeführt wurden, belief sich 2008 auf 66,71 Mrd. Euro. Insgesamt wurden im Jahr 2008 Waren im Wert von 163,57 Mrd. Euro zwischen den beiden Ländern ausgetauscht. Die Niederlande sind der zweitgrößte Handelspartner Deutschlands. Insgesamt wurden im Jahr 2008 Güter und Dienstleistungen im Wert von 137,72 Mrd. Euro zwischen Deutschland und den Niederlanden ausgetauscht. Dabei beliefen sich die Importe nach Deutschland auf 72,08 Mrd. Euro, die Exporte in die Niederlande beliefen sich auf 65,64 Mrd. Euro. Drittgrößter Handelspartner sind die Vereinigten Staaten von Amerika mit einem Warenwertaustausch von insgesamt 117,53 Mrd. Euro, davon 46,06 Mrd. Euro an Importen nach Deutschland und 71,47 Mrd. Euro an Exporten in die USA..
Insgesamt wurden 2008 Waren im Wert von 994,87 Mrd. Euro exportiert und für 818,62 Mrd. importiert. Dies bedeutet im Vergleich zum Jahr 2006 einen Anstieg der Exporte um 11,3 Prozent und einen Anstieg der Importe um 11,9 Prozent. Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2008 mit einem Überschuss von 176,25 Mrd. Euro ab (2006: 162,1 Mrd. Euro).
Der starke Euro, der deutsche Waren in Ländern, die nicht der Eurozone angehören, erheblich teurer machte, wirkte sich nur gering aus, da ein Großteil der ausgeführten Waren in Länder der EU geht. Im Jahr 2008 lag der Anteil der Ausfuhren in die EU bei 64 Prozent des deutschen Gesamtexportes. Lediglich 10 Prozent der deutschen Exporte gehen nach Amerika, 12 Prozent gehen nach Asien.
Die Exporte trugen 2006 zu 21 Prozent zum deutschen Bruttoinlandsprodukt bei (Importe zu 14 Prozent und die Binnenwirtschaft, also wirtschaftliche Vorgänge im Inland, zu 65 Prozent des Bruttoinlandsprodukts).
Mit einem Exportwert von 969 Milliarden Euro und einem Handelsüberschuss in Höhe von 199 Milliarden Euro war Deutschland 2007 wieder das Land mit den weltweit meisten Exporten (umgangssprachlich auch oft als „Exportweltmeister“ bezeichnet).
Dieser Rekord-Handelsüberschuss (deutlich mehr Ausfuhren als Einfuhren) wird jedoch auch kritisch gesehen. Zum einen, da Deutschland mit seiner Exportorientierung stark von der Entwicklung im Ausland abhängig ist. Zum Anderen wird kritisiert, dass die deutsche Wirtschaft durch dieses Leistungsbilanzungleichgewicht eine nachhaltige Entwicklung in Europa verhindere. Deutschland profitiert mit seinem Handelsüberschuss mit Lohnsenkungen davon wenn europäische Nachbarländer ihre Binnenwirtschaft stärken, aber umgedreht können die Nachbarn nicht vermehrt nach Deutschland importieren.
Durch den global zunehmenden Handel kommt es zu verstärkter Arbeitsteilung, und somit nicht nur zu einem Zuwachs von Exporten, sondern auch von Importen. Einige Ökonomen, wie z. B. Hans-Werner Sinn, sind wegen dieses Zuwachses der importierten Vorleistungen der Ansicht, dass Deutschland zu einer Basarökonomie verkommt.

Handelsgüter
Deutschland exportiert hauptsächlich (47,2 Prozent der Gesamtausfuhren, 2007) Automobile, Maschinen, Chemieerzeugnisse und schweres elektrisches Gerät. Ein Großteil der deutschen Handelsaktivitäten findet innerhalb von Industrieländern, der gleichen Industrie oder sogar der gleichen Firma statt (siehe oben), so dass Automobile, Maschinen und Chemieerzeugnisse auch wesentliche Importerzeugnisse sind. Jedoch werden deutlich mehr dieser Waren aus Deutschland exportiert als importiert.
Kraftwagen und Kraftwagenteile machen dabei 19,1 Prozent der deutschen Exporte aus, Maschinen 14,7 Prozent und chemische Erzeugnisse 13,4 Prozent der deutschen Ausfuhren aus. Erdöl und Erdgas sind (im Vergleich zum Export) Deutschland wichtigste Importgüter (Importwert von 61 Milliarden Euro, 2007).

Institute
Die wirtschaftspolitischen Forderungen, die von den Forschungsinstituten in den Gemeinschaftsdiagnosen vertreten werden, entsprechen dem Konzept der sogenannten angebotsorientierten Wirtschaftspolitik.
Finanzpolitisch treten die Institute für einen Abbau der Neuverschuldung und eine Haushaltskonsolidierung ein.
In der Arbeitsmarktpolitik setzten sie sich angesichts der immer noch hohen strukturellen Arbeitslosigkeit wiederholt für Maßnahmen ein, die insbesondere im Niedriglohnbereich die Anreize zur Aufnahme einer Arbeit erhöhen und die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt verbessern. Um die Eingliederung der Arbeitslosen in den Arbeitsprozess zu ermöglichen, soll nach Ansicht der Institute der Anstieg der Tariflöhne im gesamtwirtschaftlichen Schnitt unter der Summe aus der trendmäßigen Inflationserwartung und dem trendmäßigen gesamtwirtschaftlichen Produktivitätswachstum liegen.
Besonders deutlich wurden ihre wirtschaftspolitischen Positionen im Frühjahrsgutachten 2005, in dem sie weitreichende wirtschaftspolitische Reformen forderten, um die Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft zu überwinden. Der Staat müsse seinen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen verringern und den Freiraum für private Initiative erhöhen. Der Anteil der Staatsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, die Staatsquote, soll reduziert werden. Der Staat soll die Subventionen kürzen, die Steuern und seine Neuverschuldung senken. Im Bereich der Sozialpolitik sollen die Bürger mehr Eigenverantwortung übernehmen. Der Staat soll lediglich für eine Grundsicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und im Alter sorgen.
Die Mehrheit der Ökonomen in Deutschland neigte in den letzten Jahren solchen Positionen der Angebotspolitik zu. So formulierten im Jahr 2005 mehr als 250 deutsche Professoren der Volkswirtschaftslehre einen angebotsorientierten Grundkonsens im Hamburger Appell. Nach Michael Hüther (2009), einem Unterzeichner des Hamburger Appells, ist auch Bestandteil der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik, dass bei starken Nachfrageeinbrüchen, wie etwa vor dem Hintergrund der Finanzkrise ab 2007, die die Anpassungsfähigkeit der volkswirtschaftlichen Angebotsseite überfordern, von einer keynesianischen Situation auszugehen ist, welche dann eine Nachfragepolitik dringlich mache.
In ihrem Frühjahrsgutachten 2009 halten auch die Institute in der gegenwärtigen Krisensituation die von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpakete trotz grundsätzlicher Bedenken für vertretbar. Sie plädieren auch für eine expansivere Geldpolitik, halten aber Lohnanpassungen nach unten für sinnvoll. Einige ihrer Einschätzungen und Empfehlungen im Einzelnen:
Finanzpolitik: Die beiden von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturprogramme enthalten mit den Investitionsprojekten, den Senkungen der marginalen Steuersätze und der Reduktion der Sozialabgaben Maßnahmen, die das Wachstum mittelfristig fördern können. Daher ist es nach Ansicht der Institute vertretbar, sie vorübergehend über Verschuldung zu finanzieren. In ihrem Herbstgutachten 2008 meinten sie hingegen noch, Konjunkturprogramme im herkömmlichen Sinne seien wenig Erfolg versprechend.
Geldpolitik: Die Europäische Zentralbank, EZB, hat seit der Verschärfung der Rezession die Zinsen deutlich gesenkt. Angesichts der Tiefe des konjunkturellen Einbruchs und der Aussicht, dass die Inflation im Euroraum auf absehbare Zeit deutlich unterhalb der Zielvorstellung der EZB bleibt, halten die Institute eine noch expansivere Ausrichtung der Politik für angemessen, und der Leitzins sollte auf 0,5 % gesenkt werden.
Lohnpolitik: Vor dem Hintergrund der Rezession und der zunehmenden Erwerbslosigkeit dürfte sich die Verhandlungsposition der Gewerkschaften verschlechtern; insofern dürfte der Lohnkostendruck abnehmen. Sollen Entlassungen vermieden werden, wird es nach Ansicht der Institute in vielen Fällen sinnvoll sein, dass sich die Arbeitgeber und Arbeitnehmer über Lohnanpassungen verständigen. So sehen einige Tarifverträge die Möglichkeit vor, Tariflohnerhöhungen zu verschieben.

Deutschland
Bruttoinlandsprodukt (BIP)

nach Kaufkraftparität $2,833 Billionen (2007)

offizieller Wechselkurs $3,024 Billionen (2007)

reale Wachstums- /Steigerungsrate 2,6% (2007)

pro Kopf (PPP) $34.400 (2007)

nach Wirtschaftszweigen : Landwirtschaft 0,9% , Industrie 29,6% , Dienstleistung 69,5% (2007)

Erwerbstätige Bevölkerung 43,63 Millionen (2007)

nach Tätigkeit: Landwirtschaft: 2,8% , Industrie 33,4% , Dienstleistung 63,8% (1999)

Arbeitslosenquote 9,10%

Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze 11% (2001)

Haushaltseinkommen bzw. Vebrauch in Prozentanteilen

Niedrigste 10%: 3,2%
Höchste 10%: 22,1% (2000)


Verteilung des Familieneinkommens 28 (2005)


Inflationsrate (Verbraucherpreise)
2% (2007)

Investition (brutto fixiert) 18,4% vom BIP (2007)

Budget/Kostenrahmen : Einnahmen $1,465 Milliardenen , Ausgaben $1,477 Milliardenen (2007)

Staatsschulden 65,3% vom BIP (2007)

Industrielle Produktion Wachstumsrate 2,1% (2007)

Elektrizität


Produktion
579,4 Milliarden kWh (2005)

Verbrauch 545,5 Milliarden kWh (2005)

Exporte 61,43 Milliarden kWh (2005)

Importe 56,86 Milliarden kWh (2005)

Öl


Produktion
141.700 Barrel/Tag (2005)

Verbrauch 2,618 Millionen Barrel/Tag (2005)

Exporte 518.700 Barrel/Tag (2004)

Importe 2,953 Millionen Barrel/Tag (2004)

Reserven 367,2 Millionen Barrel (Januar 2006)

Erdgas


Produktion
19,9 Milliarden cu m (2005)

Verbrauch 96,84 Milliarden cu m (2005)

Exporte 9,42 Milliarden cu m (2005)

Importe 86,99 Milliarden cu m (2005)

Reserven 246,5 Milliarden cu m (Januar 2006)

Aktueller Kontostand $185,1 Milliarden (2007)

Exporte $1,361 Billionen f.o.b. (2007)

Export-Partner

Frankreich 10,3%, USA 8,8%, Vereinigtes Königreich 8,3%, Italien 7,2%, Niederlande 6,2%, Belgien 5,6%, Österreich 5,4%, Spanien 5%

Waren

Maschinenbau, Fahrzeuge, Chemikalien, Metalle und Herstellung/Produktion, Nahrungsmittel, Textilien

Importe / Einfuhren

$1,121 Billionen f.o.b. (2007)

Import-Partner

Frankreich 9%, Niederlande, 8,3%, USA 7%, Italien 6,1%, Vereinigtes Königreich 5,9%, China 5,6%, Belgien 4,9%, Österreich 4,2%

Waren

Maschinen, Fahrzeuge, Chemikalien, Lebensmittel, Textilien, Metalle

Wirtschaftshilfe - Empfänger/Bezieher

k.A.

Reserven in Devisen und Gold

$111,6 Milliarden (2006)

Verschuldung im Ausland

$4,489 Billionen (2007)

Direktinvestitionen aus dem Ausland

$763,9 Milliarden (2006)

Direktinvestitionen in das Ausland

$941,4 Milliarden (2006)

Bodennutzung

bebaubares Land 33,13%
ständige Ernten auf 0,6%
andere Landnutzung 66,27% (2005)
Landwirtschaftliche Produkte

Kartoffeln, Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Obst, Kohlköpfe, Rinder, Schweine, Geflügel

Bewässerungsgebiet

4.850 qm2 (2003)
Bodenschätze

Kohle, Braunkohle, Erdgas, Eisenerz, Kupfer, Nickel, Uran, Salz, Baumaterialien, Bauholz, bebaubares Land

Industrien

einer der größten und am technologisch fortgeschrittensten Hersteller von Eisen, Stahl, Kohle, Zement, Chemikalien, Maschinenbau, Fahrzeugbau, Werkzeugmaschinen, Elektrotechnik, Nahrung und Getränke, Schiffbau, Textilien

Finanzjahr = Kalenderjahr

Alle Angaben ohne Gewähr
Stand: November 2007 (wenn nichts anderes genannt)

Informationen

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