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| Wirtschaft
in Deutschland |
Die Wirtschaft
Deutschlands konzentriert sich auf industriell hergestellte Güter
und Dienstleistungen, während die Produktion von Rohstoffen
und landwirtschaftlichen Gütern nur eine geringe wirtschaftliche
Bedeutung hat. Die größten Handelspartner sind andere
Industrieländer, wobei im Außenhandel insgesamt ein
beträchtlicher Überschuss erzielt wird. Die wichtigsten
Exportgüter der deutschen Wirtschaft sind Produkte der Automobilindustrie
und Energierohstoffe wiederum die wichtigsten Importgüter.
Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 2.489,4 Mrd. Euro (Stand:
14. Januar 2009, für das Jahr 2008
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Daimler,
Siemens, Porsche, Lufthansa, SAP. Deutsche Unternehmen genießen
international einen ausgezeichneten Ruf. Sie stehen für
das weltweit als Qualitätssiegel geachtete Made
in Germany. Sie stehen für Innovation, Qualität
und technischen Vorsprung. Doch die drittgrößte
Volkswirtschaft der Erde, das sind nicht nur die Global
Player, sondern auch zahlreiche Weltmarktführer
aus dem Mittelstand, dem Herzstück der deutschen Wirtschaft.
Sie alle bauen auf gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen
im Land der Ideen und auf die ausgezeichnete
Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch
ausländische Investoren schätzen dies als
Standortvorteil in Zeiten der globalen Wirtschaft.
Deutschland
zählt zu den am höchsten entwickelten Industrienationen
der Welt und ist nach den USA und Japan die drittgrößte
Volkswirtschaft. Mit 82,3 Millionen Einwohnern ist Deutschland
auch der größte und wichtigste Markt in der Europäischen
Union (EU). Im Jahr 2007 wurde in Deutschland ein Bruttoinlandsprodukt
(BIP) von 2423 Milliarden Euro erwirtschaftet, was einer
Summe von 29455 Euro pro Kopf entspricht. Diese Leistung
beruht vor allem auf dem Außenhandel. Mit einem Exportvolumen
von 969 Milliarden Euro (2007), mehr als einem Drittel des
Bruttonationaleinkommens, ist Deutschland weltweit der größte
Exporteur von Gütern. 2007 wurde Deutschland zum fünften
Mal in Folge Exportweltmeister. Dadurch ist
Deutschland wie kaum ein anderes Land wirtschaftlich global
ausgerichtet und stärker als viele andere Länder
mit der Weltwirtschaft verflochten. Mehr als jeder vierte
Euro wird im Export von Waren und Dienstleistungen verdient
mehr als jeder fünfte Arbeitsplatz hängt
vom Außenhandel ab. Die wichtigsten Wirtschaftszentren
in Deutschland sind das Ruhrgebiet (Industrieregion im Wandel
zum Hightech- und Dienstleistungszentrum), die Großräume
München und Stuttgart (Hightech, Automobil), Rhein-Neckar
(Chemie), Frankfurt am Main (Finanzen), Köln, Hamburg
(Hafen, Airbus-Flugzeugbau, Medien), Berlin und Leipzig.
In jüngster Zeit hat die deutsche Wirtschaft einen
robusten konjunkturellen Aufschwung erlebt im Jahr
2007 wuchs sie um 2,5 Prozent. Mit 8,4 Prozent fiel der
Anstieg der Unternehmensinvestitionen zudem besonders deutlich
aus. Mit dem Wirtschaftswachstum, das von Wachstumsimpulsen
sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland profitiert,
geht eine Verminderung der Zahl der arbeitslos gemeldeten
Menschen einher. Im Dezember 2007 lag sie bei 3,4 Millionen
das war der niedrigste Dezember-Stand seit 1992.
Für diese positive wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische
Entwicklung gibt es eine Reihe von Faktoren. Die Wirtschaftspolitik
hat die so genannten Rahmenbedingungen verbessert und die
Unternehmen haben ihre Wettbewerbsfähigkeit gesteigert.
So wurden die Lohnzusatzkosten gesenkt, der Arbeitsmarkt
flexibilisiert und Bürokratie abgebaut. Außerdem
trat 2008 die Reform der Unternehmenssteuer in Kraft. Damit
werden die Firmen weiter deutlich entlastet. Die Unternehmer
haben gleichzeitig Einkaufs- und Kostenstrukturen optimiert,
in innovative Produkte investiert und sich fit für
den Wettbewerb gemacht.
Aus
Sicht internationaler Investoren (Internationale Investoren)
gehört Deutschland zu den attraktivsten Standorten
weltweit. Das ergeben jüngste Umfragen unter internationalen
Managern sowie Studien international renommierter Beratungsunternehmen.
In einer Studie von 2007 hat die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft
Ernst & Young die Attraktivität des Wirtschaftsraums
Europa untersucht. Demnach kann sich Deutschland aus Sicht
ausländischer Manager als führender Standort in
Europa behaupten. Im internationalen Standortvergleich schneidet
Deutschland besonders gut bei Forschung und Entwicklung,
bei der Qualifizierung seiner Arbeitskräfte und der
Logistik ab. Dazu kommen die zentrale geografischen Lage,
die Infrastruktur, die Rechtssicherheit und die Arbeitskräfte.
Zwischen 1997 und 2006 wurden in Deutschland 473 Milliarden
US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen getätigt,
darunter Großinvestitionen von Konzernen wie General
Electric oder AMD. Damit rangiert Deutschland auf Rang fünf
unter den Ländern mit den größten ausländischen
Direktinvestitionen. Als wesentliches Plus wird die Qualifikation
der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrachtet. Rund
81 Prozent der Beschäftigten verfügen über
eine Berufsausbildung, 20 Prozent von ihnen haben einen
Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Ein weiterer
Pfeiler für das hohe Qualifikationsniveau ist das duale
System der Berufsausbildung, das innerbetriebliche
mit schulischer Ausbildung verbindet und eine anerkannt
hohe Ausbildungsqualität hervorbringt.
Wegen
der hohen Exportorientierung ist Deutschland an offenen
Märkten interessiert. Die wichtigsten Handelspartner
sind Frankreich, die USA und Großbritannien. Nach
Frankreich sind 2006 Güter und Dienstleistungen im
Wert von 85 Milliarden Euro exportiert worden, in die USA
im Wert von 78 Milliarden Euro und nach Großbritannien
im Wert von 65 Milliarden Euro. Seit den Ost-Erweiterungen
der EU (2004 und 2007) ist neben dem Handel mit den alten
EU-Staaten ein starker Aufschwung des Handelsvolumens mit
den osteuropäischen EU-Mitgliedsländern erkennbar.
Insgesamt werden gut zehn Prozent aller Exporte in diese
Länder getätigt.
Kontinuierlich
wächst die Bedeutung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen
zu den asiatischen Schwellenländern wie China und Indien.
Lagen die deutschen Exporte in die Region 1993 noch bei
33 Milliarden Euro, so stiegen sie inzwischen um mehr als
das Dreifache auf 104 Milliarden Euro (2006). Die Zahl deutscher
Unternehmen in Asien stieg in der gleichen Zeit von 1800
auf 3500, die Direktinvestitionen haben sich in dieser Zeit
mehr als vervierfacht.
Deutschland
ist eine Soziale Marktwirtschaft, das heißt: Der Staat
garantiert freies wirtschaftliches Handeln, bemüht
sich jedoch um einen sozialen Ausgleich. Auch aufgrund dieses
Konzeptes ist Deutschland ein Land mit hohem sozialem Frieden,
was sich in äußerst seltenen Arbeitskämpfen
widerspiegelt. Im Durchschnitt der Jahre 1996 bis 2005 wurde
in Deutschland je 1000 Beschäftigte an nur 2,4 Tagen
gestreikt und damit sogar weniger als in der Schweiz mit
durchschnittlich 3,1 Streiktagen. Die Sozialpartnerschaft
von Gewerkschaften und Arbeitgebern ist durch die institutionalisierte
Konfliktregelung im Rahmen des kollektiven Arbeitsrechts
festgeschrieben. Das Grundgesetz sichert die Tarifautonomie,
die den Sozialpartnern das Recht zubilligt, Arbeitsdingungen
eigenverantwortlich in Tarifverträgen zu regeln.
Wirtschaftsstruktur
Die
meisten arbeitenden Menschen (72,3 Prozent) sind in Deutschland
im Dienstleistungssektor beschäftigt. Wesentlich dabei
sind unter anderem das Verkehrswesen, Gastgewerbe, das Sozial-
und Gesundheitswesen, das Wohnungswesen als auch die Finanzwirtschaft.
Das produzierende Gewerbe beschäftigt 25,5 Prozent
der Erwerbstätigen, Fischerei, Land- und Forstwirtschaft
2,2 Prozent (Angaben: 2006).
Deutschland hat bedeutende Rohstoffvorkommen, insbesondere
im Bereich der Kohlevorkommen (Stein- und Braunkohle), im
Bereich Kalisalz, Baustoffe und Steine und Erden. Außerdem
befinden sich Erdgasvorkommen in Niedersachsen. Das dichtbesiedelte
Industrieland mit dem fünftgrößten Energieverbrauch
(nach USA, China, Japan und Indien) weltweit ist dennoch
auf Rohstoffimporte angewiesen. Die Bedeutung der heimischen
Steinkohle aus dem Ruhrgebiet und dem Saarland sowie der
Braunkohle in Sachsen und Sachsen-Anhalt nahm in den vergangenen
Jahrzehnten ab. 2005 erfolgte etwa 47 Prozent der Stromerzeugung
und 24 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus Kohle[4]),
Steinkohle und daraus produzierter Koks ist heute vor allem
für die lokale Stahlindustrie und metallverarbeitende
Industrie von Bedeutung. Die eigene Erdölförderung
in Deutschland erwirtschaftete in den 1960er Jahren noch
30 % des heimischen Bedarfs aus, mittlerweile nur noch 3
%.
Auch Land- und Forstwirtschaft und deren nachgeordnete Industrien
sind wichtige Grundlagenindustrien in Deutschland. Wald
macht etwa ein Drittel der Landesfläche aus, im gesamten
Wirtschaftsbereich Holz sind laut der Arbeitsgemeinschaft
Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) mehr als eine
Million Beschäftigte mit einem jährlichen Umsatz
von mehr als 100 Milliarden Euro zu finden.
Die Konsumausgaben in Deutschland betrugen 2008 etwa 1.857
Mrd. Euro, davon 1.404 Mrd. durch Privatpersonen und 453
Mrd. Euro durch Staatsausgaben.
Handelspartner
und Außenhandelsstatistik
Frankreich
ist Deutschlands wichtigster Handelspartner. Der Gesamtwert
der Ausfuhren dorthin belief sich im Jahr 2008 auf 96,86
Mrd. Euro, der Gesamtwert der Waren, die aus Frankreich
nach Deutschland eingeführt wurden, belief sich 2008
auf 66,71 Mrd. Euro. Insgesamt wurden im Jahr 2008 Waren
im Wert von 163,57 Mrd. Euro zwischen den beiden Ländern
ausgetauscht. Die Niederlande sind der zweitgrößte
Handelspartner Deutschlands. Insgesamt wurden im Jahr 2008
Güter und Dienstleistungen im Wert von 137,72 Mrd.
Euro zwischen Deutschland und den Niederlanden ausgetauscht.
Dabei beliefen sich die Importe nach Deutschland auf 72,08
Mrd. Euro, die Exporte in die Niederlande beliefen sich
auf 65,64 Mrd. Euro. Drittgrößter Handelspartner
sind die Vereinigten Staaten von Amerika mit einem Warenwertaustausch
von insgesamt 117,53 Mrd. Euro, davon 46,06 Mrd. Euro an
Importen nach Deutschland und 71,47 Mrd. Euro an Exporten
in die USA..
Insgesamt wurden 2008 Waren im Wert von 994,87 Mrd. Euro
exportiert und für 818,62 Mrd. importiert. Dies bedeutet
im Vergleich zum Jahr 2006 einen Anstieg der Exporte um
11,3 Prozent und einen Anstieg der Importe um 11,9 Prozent.
Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2008 mit einem
Überschuss von 176,25 Mrd. Euro ab (2006: 162,1 Mrd.
Euro).
Der starke Euro, der deutsche Waren in Ländern, die
nicht der Eurozone angehören, erheblich teurer machte,
wirkte sich nur gering aus, da ein Großteil der ausgeführten
Waren in Länder der EU geht. Im Jahr 2008 lag der Anteil
der Ausfuhren in die EU bei 64 Prozent des deutschen Gesamtexportes.
Lediglich 10 Prozent der deutschen Exporte gehen nach Amerika,
12 Prozent gehen nach Asien.
Die Exporte trugen 2006 zu 21 Prozent zum deutschen Bruttoinlandsprodukt
bei (Importe zu 14 Prozent und die Binnenwirtschaft, also
wirtschaftliche Vorgänge im Inland, zu 65 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts).
Mit einem Exportwert von 969 Milliarden Euro und einem Handelsüberschuss
in Höhe von 199 Milliarden Euro war Deutschland 2007
wieder das Land mit den weltweit meisten Exporten (umgangssprachlich
auch oft als Exportweltmeister bezeichnet).
Dieser Rekord-Handelsüberschuss (deutlich mehr Ausfuhren
als Einfuhren) wird jedoch auch kritisch gesehen. Zum einen,
da Deutschland mit seiner Exportorientierung stark von der
Entwicklung im Ausland abhängig ist. Zum Anderen wird
kritisiert, dass die deutsche Wirtschaft durch dieses Leistungsbilanzungleichgewicht
eine nachhaltige Entwicklung in Europa verhindere. Deutschland
profitiert mit seinem Handelsüberschuss mit Lohnsenkungen
davon wenn europäische Nachbarländer ihre Binnenwirtschaft
stärken, aber umgedreht können die Nachbarn nicht
vermehrt nach Deutschland importieren.
Durch den global zunehmenden Handel kommt es zu verstärkter
Arbeitsteilung, und somit nicht nur zu einem Zuwachs von
Exporten, sondern auch von Importen. Einige Ökonomen,
wie z. B. Hans-Werner Sinn, sind wegen dieses Zuwachses
der importierten Vorleistungen der Ansicht, dass Deutschland
zu einer Basarökonomie verkommt.
Handelsgüter
Deutschland exportiert hauptsächlich (47,2 Prozent
der Gesamtausfuhren, 2007) Automobile, Maschinen, Chemieerzeugnisse
und schweres elektrisches Gerät. Ein Großteil
der deutschen Handelsaktivitäten findet innerhalb von
Industrieländern, der gleichen Industrie oder sogar
der gleichen Firma statt (siehe oben), so dass Automobile,
Maschinen und Chemieerzeugnisse auch wesentliche Importerzeugnisse
sind. Jedoch werden deutlich mehr dieser Waren aus Deutschland
exportiert als importiert.
Kraftwagen und Kraftwagenteile machen dabei 19,1 Prozent
der deutschen Exporte aus, Maschinen 14,7 Prozent und chemische
Erzeugnisse 13,4 Prozent der deutschen Ausfuhren aus. Erdöl
und Erdgas sind (im Vergleich zum Export) Deutschland wichtigste
Importgüter (Importwert von 61 Milliarden Euro, 2007).
Institute
Die wirtschaftspolitischen Forderungen, die von den Forschungsinstituten
in den Gemeinschaftsdiagnosen vertreten werden, entsprechen
dem Konzept der sogenannten angebotsorientierten Wirtschaftspolitik.
Finanzpolitisch treten die Institute für einen Abbau
der Neuverschuldung und eine Haushaltskonsolidierung ein.
In der Arbeitsmarktpolitik setzten sie sich angesichts der
immer noch hohen strukturellen Arbeitslosigkeit wiederholt
für Maßnahmen ein, die insbesondere im Niedriglohnbereich
die Anreize zur Aufnahme einer Arbeit erhöhen und die
dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt verbessern. Um
die Eingliederung der Arbeitslosen in den Arbeitsprozess
zu ermöglichen, soll nach Ansicht der Institute der
Anstieg der Tariflöhne im gesamtwirtschaftlichen Schnitt
unter der Summe aus der trendmäßigen Inflationserwartung
und dem trendmäßigen gesamtwirtschaftlichen Produktivitätswachstum
liegen.
Besonders deutlich wurden ihre wirtschaftspolitischen Positionen
im Frühjahrsgutachten 2005, in dem sie weitreichende
wirtschaftspolitische Reformen forderten, um die Wachstumsschwäche
der deutschen Wirtschaft zu überwinden. Der Staat müsse
seinen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen verringern
und den Freiraum für private Initiative erhöhen.
Der Anteil der Staatsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, die
Staatsquote, soll reduziert werden. Der Staat soll die Subventionen
kürzen, die Steuern und seine Neuverschuldung senken.
Im Bereich der Sozialpolitik sollen die Bürger mehr
Eigenverantwortung übernehmen. Der Staat soll lediglich
für eine Grundsicherung bei Krankheit, Arbeitslosigkeit
und im Alter sorgen.
Die Mehrheit der Ökonomen in Deutschland neigte in
den letzten Jahren solchen Positionen der Angebotspolitik
zu. So formulierten im Jahr 2005 mehr als 250 deutsche Professoren
der Volkswirtschaftslehre einen angebotsorientierten Grundkonsens
im Hamburger Appell. Nach Michael Hüther (2009), einem
Unterzeichner des Hamburger Appells, ist auch Bestandteil
der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik, dass bei starken
Nachfrageeinbrüchen, wie etwa vor dem Hintergrund der
Finanzkrise ab 2007, die die Anpassungsfähigkeit der
volkswirtschaftlichen Angebotsseite überfordern, von
einer keynesianischen Situation auszugehen ist, welche dann
eine Nachfragepolitik dringlich mache.
In ihrem Frühjahrsgutachten 2009 halten auch die Institute
in der gegenwärtigen Krisensituation die von der Bundesregierung
beschlossenen Konjunkturpakete trotz grundsätzlicher
Bedenken für vertretbar. Sie plädieren auch für
eine expansivere Geldpolitik, halten aber Lohnanpassungen
nach unten für sinnvoll. Einige ihrer Einschätzungen
und Empfehlungen im Einzelnen:
Finanzpolitik: Die beiden von der Bundesregierung beschlossenen
Konjunkturprogramme enthalten mit den Investitionsprojekten,
den Senkungen der marginalen Steuersätze und der Reduktion
der Sozialabgaben Maßnahmen, die das Wachstum mittelfristig
fördern können. Daher ist es nach Ansicht der
Institute vertretbar, sie vorübergehend über Verschuldung
zu finanzieren. In ihrem Herbstgutachten 2008 meinten sie
hingegen noch, Konjunkturprogramme im herkömmlichen
Sinne seien wenig Erfolg versprechend.
Geldpolitik: Die Europäische Zentralbank, EZB, hat
seit der Verschärfung der Rezession die Zinsen deutlich
gesenkt. Angesichts der Tiefe des konjunkturellen Einbruchs
und der Aussicht, dass die Inflation im Euroraum auf absehbare
Zeit deutlich unterhalb der Zielvorstellung der EZB bleibt,
halten die Institute eine noch expansivere Ausrichtung der
Politik für angemessen, und der Leitzins sollte auf
0,5 % gesenkt werden.
Lohnpolitik: Vor dem Hintergrund der Rezession und der zunehmenden
Erwerbslosigkeit dürfte sich die Verhandlungsposition
der Gewerkschaften verschlechtern; insofern dürfte
der Lohnkostendruck abnehmen. Sollen Entlassungen vermieden
werden, wird es nach Ansicht der Institute in vielen Fällen
sinnvoll sein, dass sich die Arbeitgeber und Arbeitnehmer
über Lohnanpassungen verständigen. So sehen einige
Tarifverträge die Möglichkeit vor, Tariflohnerhöhungen
zu verschieben.
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Deutschland
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
nach Kaufkraftparität
$2,833
Billionen (2007)
offizieller
Wechselkurs $3,024 Billionen (2007)
reale Wachstums-
/Steigerungsrate 2,6% (2007)
pro Kopf (PPP)
$34.400 (2007)
nach Wirtschaftszweigen
: Landwirtschaft 0,9% , Industrie 29,6% , Dienstleistung 69,5%
(2007)
Erwerbstätige
Bevölkerung 43,63
Millionen (2007)
nach Tätigkeit:
Landwirtschaft: 2,8% , Industrie 33,4% , Dienstleistung 63,8%
(1999)
Arbeitslosenquote
9,10%
Bevölkerung
unterhalb der Armutsgrenze 11%
(2001)
Haushaltseinkommen
bzw. Vebrauch in Prozentanteilen
Niedrigste
10%: 3,2%
Höchste 10%: 22,1% (2000)
Verteilung des Familieneinkommens 28 (2005)
Inflationsrate (Verbraucherpreise) 2%
(2007)
Investition
(brutto fixiert) 18,4% vom BIP (2007)
Budget/Kostenrahmen
: Einnahmen $1,465 Milliardenen , Ausgaben $1,477 Milliardenen
(2007)
Staatsschulden
65,3% vom BIP (2007)
Industrielle
Produktion Wachstumsrate 2,1% (2007)
Elektrizität
Produktion 579,4
Milliarden kWh (2005)
Verbrauch
545,5 Milliarden kWh (2005)
Exporte 61,43
Milliarden kWh (2005)
Importe 56,86
Milliarden kWh (2005)
Öl
Produktion 141.700
Barrel/Tag (2005)
Verbrauch
2,618 Millionen Barrel/Tag (2005)
Exporte 518.700
Barrel/Tag (2004)
Importe 2,953
Millionen Barrel/Tag (2004)
Reserven 367,2
Millionen Barrel (Januar 2006)
Erdgas
Produktion 19,9
Milliarden cu m (2005)
Verbrauch
96,84 Milliarden cu m (2005)
Exporte 9,42
Milliarden cu m (2005)
Importe 86,99
Milliarden cu m (2005)
Reserven 246,5
Milliarden cu m (Januar 2006)
Aktueller
Kontostand $185,1 Milliarden (2007)
Exporte $1,361
Billionen f.o.b. (2007)
Export-Partner
Frankreich
10,3%, USA 8,8%, Vereinigtes Königreich 8,3%, Italien 7,2%,
Niederlande 6,2%, Belgien 5,6%, Österreich 5,4%, Spanien
5%
Waren
Maschinenbau,
Fahrzeuge, Chemikalien, Metalle und Herstellung/Produktion, Nahrungsmittel,
Textilien
Importe /
Einfuhren
$1,121 Billionen
f.o.b. (2007)
Import-Partner
Frankreich
9%, Niederlande, 8,3%, USA 7%, Italien 6,1%, Vereinigtes Königreich
5,9%, China 5,6%, Belgien 4,9%, Österreich 4,2%
Waren
Maschinen,
Fahrzeuge, Chemikalien, Lebensmittel, Textilien, Metalle
Wirtschaftshilfe
- Empfänger/Bezieher
k.A.
Reserven in
Devisen und Gold
$111,6 Milliarden
(2006)
Verschuldung
im Ausland
$4,489 Billionen
(2007)
Direktinvestitionen
aus dem Ausland
$763,9 Milliarden
(2006)
Direktinvestitionen
in das Ausland
$941,4 Milliarden
(2006)
Bodennutzung
bebaubares
Land 33,13%
ständige Ernten auf 0,6%
andere Landnutzung 66,27% (2005)
Landwirtschaftliche Produkte
Kartoffeln,
Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Obst, Kohlköpfe, Rinder,
Schweine, Geflügel
Bewässerungsgebiet
4.850 qm2
(2003)
Bodenschätze
Kohle, Braunkohle,
Erdgas, Eisenerz, Kupfer, Nickel, Uran, Salz, Baumaterialien,
Bauholz, bebaubares Land
Industrien
einer der
größten und am technologisch fortgeschrittensten Hersteller
von Eisen, Stahl, Kohle, Zement, Chemikalien, Maschinenbau, Fahrzeugbau,
Werkzeugmaschinen, Elektrotechnik, Nahrung und Getränke,
Schiffbau, Textilien
Finanzjahr
= Kalenderjahr
Alle Angaben
ohne Gewähr
Stand: November 2007 (wenn nichts anderes genannt)
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