|
Die Rendsburger
Hochbrücke wurde zwischen 1911 und 1913 aus Stahl gefertigt.
Über diese Eisenbahn-Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal
wird im Zuge der Bahnstrecke NeumünsterFlensburg ein
Großteil des Nord-Süd-Bahnverkehrs in Schleswig-Holstein
abgewickelt. Von der Eisenbahnbrücke herab genießen
Reisende den besten Überblick über die Stadt und die
meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Unter
der Brücke findet man eine der deutschlandweit zwei von weltweit
acht Schwebefähren.
Dank nur geringer
kriegsbedingter Schäden (1939 bis 1945) blieb die Kreisstadt
des alten Landkreises Rendsburg in ihrer gewachsenen Bausubstanz
und Baugeschichte bis in die 1950er Jahre erhalten. So erschloss
sich sowohl dem Bürger als auch dem Besucher ein kreisstädtisches
Kleinod mit deutscher und dänischer Vergangenheit, das aus
städtebaulicher Geschichte heraus vor allem durch drei (Stadtteil-)bereiche
auf sich aufmerksam machte:
Die Altstadt
entlang der Ober- und Untereider mit dem Zentrum um die Marienkirche,
dem Altstädter Markt und dem Schiffbrückenplatz.
Die Neustadt,
das so genannte Neuwerk, umfassend die südlich der Untereider
gelegene barocke Stadterweiterung mit dem hierin zentral gelegenen
Paradeplatz, der Garnisonskirche (inzwischen umbenannt in Christkirche)
und dem Arsenal.
Blue Line
- Der Blaue Weg durch Rendsburg
Die reizvolle
Innenstadt mit ihren alten Bürgerhäusern und engen verträumten
Gassen lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Im Gegensatz dazu
vermittelt das barocke Neuwerk mit dem zentralen Paradeplatz und
den repräsentativen Bauten aus dem 17. Jahrhundert einen
Eindruck von Rendsburgs Bedeutung als Festungsstadt im Lande.
Die "blue line" - der etwas andere Weg durch Rendsburg,
mit blauer Farbe aufs Pflaster gepinselt - geht mit Ihnen auf
Entdeckungsreise und führt Sie auf 3,2 Kilometer Länge
durch die historische Stadt.

Auf der 3,2
km langen Strecke finden Sie die folgenden 30 Punkte als Hinweise
auf Kultureinrichtungen und Sehenswürdigkeiten.
1. Alle zwei
Stunden, um 10 Uhr beginnend, ertönt eine Melodie vom Glockenspiel
des alten Rathauses über den Altstädter Markt.
2. Die St.
Marienkirche, das älteste Bauwerk der Stadt (1287), birgt
im Innern eine herrliche Kanzel (1621), einen wunderschönen
Altar (1649), 17 Epitapien und viele Gemälde und Kunstwerke
aus verschiedenen Jahrhunderten.
3. Im historischen
Rathaus (1566) trifft der Stadtrat noch heute die politischen
Entscheidungen. Das Bürgermeisterzimmer mit der Vertäfelung
von 1720 kann bei Stadtführungen besichtigt werden.
4. Hier lohnt
es sich, einmal aufmerksam den Spruch am historischen Giebel zu
lesen.
5. Der Schiffsbrückenplatz
war bis vor etwa 200 Jahren Rendsburgs Hafen.
6. Der Schloßplatz
- hier stand die Reinoldesburg (1199) und später das 1718
abgebrochene Schloss.
7. Folgen
Sie dem Pfeil auf das Parkdeck, können Sie über die
Obereider bis zum Nord-Ostsee-Kanal sehen.
8. "Amtmandsgarden"
ist die dänische Bezeichnung für das Haus des Amtmanns,
heute dient es als Sekretariat und Kindergarten der dänischen
Minderheit.
9. Der Pfeil
führt Sie zu einem Schleusenbecken, der früheren Verbindung
zwischen Kanal und Untereider.
10. Folgen
Sie dem Pfeil durch die Unterführung zur idyllischen Untereider
. Eine Verbindung zur Obereider besteht nicht mehr. Hier beginnt
der etwa 2 km lange Eiderökologie - Informationspfad.
11. Die österreichischen
Soldaten antworteten mit einer Salve auf dänische
Schüsse. Verletzt wurde niemand!
12. Dieses
schöne Fachwerkhaus entstand gegen Ende es 17. Jahrhunderts
während des Festungsausbaues.
13. Das Stadtseegelände
erinnert an die großen Wasserflächen der Eider vor
dem Absenken des Wasserspiegels durch den Bau des Nord-Ostsee-Kanals.
14. Die "Pulverschuppen",
die Nachfolger des 1850 explodierten "Laboratoriums",
dienen heute als Jugendtreff. Hier beginnt auch der Skulpturenpark
mit vielen
schönen Kunstwerken.
15. Das Kulturzentrum
der Stadt mit den Museen, dem Bürgersaal, der Bibliothek
und der Volkshochschule befindet sich im "Arsenal".
16. Vor Ihnen
liegt der "Paradeplatz", das Kernstück des Festungsausbaues
1690/95, dem "Neuwerk"
17. In der
ehemaligen Kommandantur, dem jetzigen Haus der Wirtschaft, starb
am 13. März 1808 der dänische König Christian VII.
18. Im Jahr
1700 wurde die Christkirche als Garnisonskirche eingeweiht. Unter
dem Holztonnengewölbe der in Kreuzform gebauten Kirche finden
Sie einen herrlich geschnitzten Königsstuhl, eine Kanzel
von Hans Pahl, einen eindrucksvollen Orgelprospekt von Arp Schnitger
und viele andere Kunstwerke mehr.
19. Seit 1720
besteht die Garnisonsapotheke. Etwa 40 m davor wurde 1725 die
letzte Hinrichtung mit dem Schwert vollzogen.
20. Folgen
Sie dem Pfeil durch die Königsstraße, der Einkaufsstraße
des Neuwerks, kommen sie nach etwa 1000 Metern zum Fußgängertunnel
am Nord-Ostsee-Kanal.
21. Im Dr.
Bamberger Haus können Sie Ausstellungen und das jüdische
Museum besichtigen.
22. Im Provianthaus
lagerte zu Festungszeiten die Verpflegung für die gesamte
Garnison.
23. Vor der
"Hauptwache", jetzt Feuerstein, wurde 1848 die Festung
Rendsburg
durch eine List kampflos an die Schleswig-Holsteiner übergeben.
24. Das Lornsendenkmal
erinnert an den Erhebung der Schleswig-Holsteiner am 24. März
1848
25. Hier beginnt
der Skulpturenpark mit vielen Stelen und Statuen. Eine Pflasterarbeit
im Waldboden zeigt unser Stadtwappen.
26. Hinter
der "Weißen Brücke" hat die Stadtverwaltung
im neuen Rathaus ihren
Platz gefunden.
27. Auf der
gegenüberliegenden Straßenseite sehen Sie den "Pelli
Hof" von
1722/23 .Er diente Domenicus Pelli als Alterssitz und Bauhof.
28. Das Stadttheater
wurde 1901 auf der zugeschütteten Wasserverbindung zur Obereider
errichtet.
29. (Schauen
Sie etwas zurück!) Der Wächterkopf, oben an der Wand
erinnert an
den Standort des Alten Holsteiner Tores.
30. Das älteste
Bürgerhaus der Stadt "Zum Landsknecht", Gaststätte
seit 150 Jahren, wurde 1951 völlig erneuert.
Für
Technik-Interessierte und Eisenbahnfreaks ein Muss: Rendsburgs
"Eiseren Lady" - die 42 Meter hohe Eisenbahnbrücke
über den Nord-Ostsee-Kanal samt darunter hängender Schwebefähre,
die immer noch als voll integriertes Verkehrsmittel fungiert,
ist in ihrer Art einmalig. Das Landestheater, die Niederdeutsche
Bühne und fünf Museen bieten ein reichhaltiges Kulturprogramm,
das in den Sommermonaten durch Konzerte des Schleswig-Holstein
Musikfestivals ergänzt wird.
Sogar über
4.700 verschiedene Whiskyflaschen wollen betrachtet werden, seitdem
im Jahre 1994 in Rendsburg Deutschlands erste Whiskygalerie, in
der man besichtigen und kaufen und vielleicht auch ein Schlückchen
probieren kann, eröffnet wurde.
Holsteiner Gastlichkeit wird in Rendsburg groß geschrieben:
Wenn Sie die Region kulinarisch entdecken wollen, bieten Ihnen
ausgewählte Restaurants in und um Rendsburg das ganze Jahr
über eine vorzügliche Küche aus Produkten Schleswig-Holsteins
an. Freuen Sie sich hier auf die ganze Vielfalt der Region vom
Rezept aus Großmutters Kochbuch bis zur hauseigenen Kreation
- schmackhafte Ideen rund um die regionale Küche. Frische
und Qualität werden garantiert! Und nach dem geschmackvollen
oder geistreichen Besuch der einheimischen Gastronomie hat man
dann auch wieder Lust zu radeln, zu angeln, zu baden oder auch
nur von der längsten Bank der Welt aus auf den Kanal zu schauen.
Die zentrale
Lage zwischen den Meeren ist nur ein Argument von vielen, auch
mal im Binnenland Urlaub zu machen. Wer weiß schon, dass
man in der Region Mittelholstein rund um die Kreisstadt Rendsburg
nicht nur radfahren, wandern und reiten sondern auch schwimmen,
rudern, surfen, segeln, angeln und Boot fahren kann - und das
alles noch relativ ungestört. Die Entdeckungsreise beginnt
in Rendsburg, dem zentralen Ort in Schleswig-Holstein, von dem
aus Hamburg und die dänische Grenze gleich weit entfernt
sind und Nord- und Ostseeküste in maximal einer Stunde erreicht
werden können. Rundherum liegen drei wunderschöne Naturparks
in "Radelnähe": Südlich des Nord-Ostsee-Kanals
lockt der Naturpark Westensee mit seinen stattlichen Schlössern
und Herrenhäusern und verträumten Seen. Der größte
Naturpark ist der benachbarte "Aukrug" mit seinem Boxberg
mitten in der idyllischen Landschaft aus Wäldern, versteckten
Teichen, Moor- und Heideflächen. Am Nordufer des Nord-Ostsee-Kanals,
im Städtedreieck Rendsburg-Eckernförde-Schleswig, beginnt
der Naturpark Hüttener Berge, eine typische, in der Eiszeit
entstandene Endmoränenlandschaft mit zahlreichen Seen und
Hügeln
Für
Familien und Naturliebhaber: Raus aufs Land!
Gleich vor
den Toren Rendsburgs beginnt das Landleben: Bauernhöfe, Reitställe,
Koppeln, Knicks und Felder, Felder, Felder...
Ideal für
Familien mit Kindern, die abseits von Trubel und Pauschaltourismus
die Natur wiederentdecken wollen. Urlaub auf dem Bauernhof, Übernachten
auf dem Heuboden, Mithelfen beim Ernten, Kühe melken, Schweine
füttern, Eier sammeln und Tiere streicheln - für Kinder
unvergessliche Erlebnisse. Und die Eltern genießen die Auszeit...
Für
"Sehleute": Die große weite Welt zieht vorbei
Der Nord-Ostsee-Kanal,
knapp 100 Kilometer lang und über 100 Jahre alt, zieht sich
als blaues Band von Brunsbüttel im Westen bis nach Kiel im
Osten und erspart damit der Schifffahrt den langen Weg um Skagen.
Wer mit großen und kleinen Frachtern, Containerschiffen,
Dampfern und schicken Privatyachten auf Tuchfühlung gehen
will, ist an seinen Ufern richtig.
Durchschnittlich
119 Schiffe pro Tag passieren die Wasserstraße. Im Sommer
ist auch das ein oder andere schneeweiße Traumschiff darunter.
Ein spezieller Kalender gibt den Fans darüber Auskunft, wann
die Kreuzfahrtdampfer zu erwarten sind. Der seebeinige Gast kann
aber auch die Rollen tauschen und selbst eine Fahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal
unternehmen: Der schmucke Ausflugsdampfer startet in den Sommermonaten
täglich zur knapp vierstündigen Schiffstour von Rendsburg
nach Kiel. Zurück geht's mit der Bundesbahn.
Für
Angler und andere Wasserratten: Nicht an der Küste und trotzdem
mitten im Wasser
Einmal im
Jahr wird es voll an den Ufern des Nord-Ostsee-Kanals: Männern
mit Gummistiefeln und wetterfester Kleidung säumen im Frühjahr
die Uferböschungen, um nach Petris Heil zu fischen. Sie sind
dem Ruf gefolgt, dem jedes Jahr erwartungsvoll entgegengesehen
wird: "Die Heringe sind da!" - Verspricht er doch reiche
Beute: Ende April ziehen die Heringsschwärme durch den künstlichen
Fluss, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen. Doch die Region
hat als Angelrevier noch mehr zu bieten: in der Eider, im Westen-
, Witten- und Bistensee tummeln sich Fische von A wie Aal bis
Z wie Zander. Apropos Wasser: rund um Rendsburg können 38
kleinere und größere Seen gezählt werden. Die
meisten davon in den drei Naturparks der Region Hüttener
Berge, Aukrug und Westensee. Hier darf nach Herzenslust gesegelt,
gesurft und gebadet werden. Nicht zu vergessen, Schleswig-Holsteins
längster Fluss, die Eider mit dem alten Eiderkanal, Vorgänger
des heutigen Nord-Ostsee-Kanals.
Für
Radler und Wandersleut: Hier geht's lang!
Auf zwei Rädern oder per Pedes zwischen den Meeren unterwegs:
Ein vorbildliches Rad- und Wanderwegenetz, verkehrsarme Wirtschaftswege
und geeignetes Kartenmaterial lassen Sie ganz unbeschwert voran
kommen.
Die im Binnenland
teils leicht hügelige, teil pfannkuchen-ebene Region läßt
sich auch von untrainierten Radlern ziemlich mühelos "erfahren".
Über die "Hüttener Berge", durch die erholsamen
Wälder des Naturparks Aukrug, vorbei an den Seen im Naturpark
Westensee, entlang des Nord-Ostsee-Kanals oder auf dem historischen
Ochsenweg - vergessen Sie den Alltag und lassen Sie sich treiben!
Auch auf Schusters
Rappen kann man die schönsten Ecken auf reizvollen Strecken
entdecken. Allein drei wichtige europäische Fernwanderwege
führen durch die Region. Wer gerne in Gesellschaft wandert,
findet bei den örtlichen Wanderverbänden schnell Anschluss.
Jacobsweg
Mit der Eröffnung
des Jütländischen Weges der Jakobspilger ( Via Jutlandica
) von der dänischen Grenze an die Elbe im Oktober 2007 wurden
die nordischen Pilgerwege und die rheinisch - westfälischen
Wege nach 500 Jahren wieder miteinander verbunden.
Damit führt
der wohl längste Fernpilgerweg Europas über eine Entfernung
von mehr als 5.000 km von Trondheim in Norwegen auch über
Rendsburg nach Santiago de Compostela.
|