Geschichte Rendsburgs

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Geschichte Rendsburgs

Rendsburg - mehr als 800 Jahre lebendige Geschichte :Die Stadt Rendsburg wurde 1150 gegründet und 1199 als "Reinoldesburch" erstmals schriftlich in der "Chronica Slavorum" des Arnold von Lübeck erwähnt.

1339 wurde Rendsburg das Stadtrecht verliehen.

1250 Ein Schiedsgericht von "zwölf ritterbürtigen Männern" erklärt die Zugehörigkeit der Stadt zu Holstein.

1287 Beim Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1286 wird die Marienkirche errichtet. (Bis in das 15. Jahrhundert hinein wurde Rendsburg mehrfach von Feuersbrünsten heimgesucht, die immer wieder umfangreiche Neuaufbauten notwendig machten).

1339 Graf Gerhard der Große von Holstein-Rendsburg bestätigt das Rendsburger Stadtrecht und überlässt Rendsburg ausgedehnte Ländereien.

1460 Rendsburg wird in den Herrschaftsbereich Dänemarks unter König Christian I., Herzog von Schleswig und Graf von Holstein, eingegliedert.

1536-1540 Anlage einer Umwallung unter Christian III., König von Dänemark und Herzog von Schleswig und Holstein.

1566 Bau eines Rathauses am Altstädter Markt abgeschlossen.
Ende 16. Jahrhundert Das Rendsburger Schloss wird ausgebaut. (1718 Abbruch der Schlossanlage).

1627-1629 Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) steht die Stadt unter kaiserlich-deutscher Herrschaft.

1644/1645 Rendsburg wird von schwedischen Truppen besetzt und wenig später erneut schwer belagert.

1665 Rendsburg erhält dauernde militärische Belegung und wird Garnisonsstadt.
1669-1673 Erster großer Festungsbau unter dem dänischen Generalmajor Henrik Ruse.

ab 1690 Zweiter großer Erweiterungsbau unter dem dänischen Generalmajor Jobst Scholten. Im Zuge dieses Festungsbaus erfolgt 1691 der Abbruch des Dorfes Vinzier ("Vindeshier"), der Kampener Kirche und einiger Teile von Büdelsdorf. Errichtung des "Kronwerks" im Nordwesten und des "Neuen Werks" im Südwesten als Bestandteile der Festungsanlage.

1700 Einweihung der Christkirche in Neuwerk nach fünfjähriger Bauzeit.

1765 Ein Privileg erteilt die Genehmigung zum Betrieb der "Rendsburgischen Fayance-Fabrique", deren hochwertige Fayencewaren über die Grenzen hinaus Absatz finden.

1777-1784 Bau des Schleswig-Holsteinischen Kanals ("Eiderkanal").

1808 "Gemeinnütziges Wochenblatt für Rendsburg und die umliegende Gegend" - 1. Ausgabe am 1. Januar; Erscheinungsweise wöchentlich.

1813/1814 Um die Jahreswende wird Rendsburg im Verlauf der Napoleonischen Kriege von Schweden und Russland belagert.

1827 Gründung einer Eisenhütte nebst Gießerei auf dem Vorwerksgelände in Büdelsdorf: Die "Carlshütte". Damals größter Eisen verarbeitender Betrieb Norddeutschlands.

1845 Eröffnung der Eisenbahnlinie Rendsburg-Neumünster durch die "Rendsburg-Neumünstersche Eisenbahngesellschaft

1848 Rendsburg wird Zentrum der Erhebung gegen Dänemark. 5. April: Einzug preußischer Truppen.

1850 Explosion des "Laboratoriums", eines Gebäudekomplexes zur Munitionsherstellung und -lagerung.

1852-1881 Rendsburg steht erneut unter dänischer Landeshoheit. - Beginn der Schleifung der Festungswerke Kronwerk und Altstadt. Die damit einher gehenden Aufschüttungen führen zu einschneidenden Veränderungen im Stadtbild. 1853: Abriss des Kronwerker Tores im Nordwesten, 1855: Abriss des Schleswiger Tores im Norden,

1856: Abriss des Alt-Holsteiner Tores im Osten, 1881: Abriss des Neu-Holsteiner Tores ("Königstor") im Südwesten.

1861 Die "Gaserleuchtungsanstalt" nimmt ihren Betrieb auf und versorgt die Gaslaternen in der Stadt.

1864 Nach dem Krieg gegen Österreich und Preußen tritt Dänemark im "Frieden von Wien" unter anderem das Herzogtum Holstein ab.

1867 Schleswig-Holstein wird preußische Provinz.

1876 Gründung der "Chemischen Düngerfabrik Rendsburg", des seinerzeit größten Industrieunternehmens der Stadt.

1895 Öffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute "Nord-Ostsee-Kanal" oder "Kiel-Kanal") nach achtjähriger Bauzeit. Das fertig gestellte Elektrizitätswerk geht ans Netz.

1905 Gründung der Werft "Nobiskrug".

1913 Eröffnung der 1911 begonnenen Rendsburger Hochbrücke über den Kanal mit ihrer darunter verlaufenden Schwebebahn, des wohl markantesten Bauwerks der Stadt. Eine 2,5 km lange Stahlkonstruktion die zum Wahrzeichen Rendsburgs und einem der bedeutenden technischen Denkmale Deutschlands wurde.

1938 In der Reichspogromnacht vom 9. November auf den 10. November wird die Rendsburger Synagoge, Zentrum des jüdischen Gemeindelebens, durch einen Sprengsatz zum Teil schwer beschädigt.

1939 Zwangsverkauf der Synagoge und der ehemaligen Thora-Schule an die national-sozialistischen Machthaber. Lebten 1933 noch etwa 30 Juden in Rendsburg, so wurde bis 1942 die jüdische Gemeinde durch Auswanderungen, Abtauchen in die Illegalität, Deportationen und Suizid restlos aufgelöst. Heute befinden sich in der ehemaligen Synagoge und Schule das Jüdische Museum Rendsburg und Dr.-Bamberger-Haus.

1939-1945 und danach Im Zweiten Weltkrieg wird Rendsburg weitgehend von direkten Kriegseinwirkungen verschont. Wie überall in Schleswig-Holstein, wirft jedoch die Unterbringung ortsfremder Personen (Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, Verwundete und Flüchtlinge) vielschichtige und große Probleme auf. Die Einwohnerzahl steigt von 20.000 auf 37.000.

1945 8. Mai: Die Stadt wird offiziell den britischen Truppen übergeben. Zugehörigkeit zur britischen Besatzungszone.
ab 1952 Schaffung neuen Wohnraums, hauptsächlich im Nordwesten der Stadt ("Mastbrook").

1955 Aufhebung des britischen Besatzungsrechts.

1956 Durch die Einweihung eines Klärwerkes werden die Voraussetzungen zur Vollkanalisation aller Haushalte in Rendsburg geschaffen.

1961 Einweihung des Kanaltunnels und Stilllegung der Drehbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal.

1965 Fertigstellung des Fußgängertunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal.

1970 Im Zuge der Gebietsreform entsteht der Kreis Rendsburg-Eckernförde. Rendsburg bleibt Sitz der Kreisverwaltung.

1989 Das ehemals genutzte Hauptzeughaus am Paradeplatz, das "Hohe Arsenal", wird als städtisches Kulturzentrum eingeweiht.

1991 Eröffnung der "Museen im Kulturzentrum Arsenal".

1995 Der Nord-Ostsee-Kanal, einer der wichtigsten Standortfaktoren Rendsburgs, begeht sein 100-jähriges Betriebsjubiläum.

1999 Rendsburg feiert das 800-jährige Stadtjubiläum mit einem Jahr voller Aktivitäten

St Marien

Kurze Geschichte der Gemeinde


Die Reinoldsburg als Ursprung des Ortes Rendsburg erschien erstmals 1199 in einer Chronik. Die im folgenden Jahrhundert entstehende Stadt besaß vermutlich 1230 eine eigene Kirche, die 1286 niederbrannte. Die damals zahlenmäßig noch unbedeutende Einwohnerschaft gehörte bis Mitte des 13. Jahrhunderts zum Kirchspiel Jevenstedt, das schon vor 1190 über eine eigene Kirche verfügte.
In einer unter dem 10.4.1266 beglaubigten Urkunde des Erzbischofs Hildebold von Bremen wird erstmals eine Pfarre in Rendsburg erwähnt, die dem Domkapitel von Hamburg angehört. Von da an kann von einem Kirchspiel Rendsburg-St.Marien ausgegangen werden.
Im Jahre 1287 wurde auf dem höchsten Punkt der Eiderinsel mit dem Neubau der St.Marienkirche begonnen.
Nach Gründung der Christkirchengemeinde Rendsburg-Neuwerk im Jahre 1700 wurde eine Abgrenzung zwischen den beiden Stadtgemeinden notwendig, die erst 1967 ihren Abschluß fand. In diesem Zusammenhang sind alle südlich des Kanals liegenden Stadtteile und das Gebiet am Kreishafen in die Christkirchengemeinde überführt worden.

Im Kirchspiel Rendsburg-St.Marien nahm die Reformation 1528 ihren Anfang. Als der altgläubige Priester und Kirchherr Johan Schröder gestorben war, wandte sich der Rat der Stadt an König Friedrich I., der sich zu diesem Zeitpunkt in Eckernförde aufhielt. Er hatte das Patronatsrecht über die Kirche St.Marien in Rendsburg, und damit stand ihm das Recht zu, den Kirchherrn zu bestimmen. Er wählte hierfür den lutherischen Prediger Dr. Peter Mellitius aus, der sich gerade in seinem Gefolge befand. Die Einwohner der Stadt nahmen diese Maßnahme offensichtlich ohne Widerstand hin. Es dauerte aber noch eine ganze Weile, bis die Reformation sich voll durchsetzen konnte, da es etwa 12 Vikare in Rendsburg gab, die bei der alten Gottesdienstordnung blieben, auch weil sie das Predigen nicht gelernt hatten. So sind über einen Zeitraum von 10 Jahren Gottesdienste beider Konfessionen nebeneinander in der Kirche St.Marien abgehalten worden. Die neue Lehre setzte sich dann mit der Berufung des Pastors Johan Meier endgültig durch, der von 1532 - 1561 Kirchherr an St.Marien war.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts begann man mit dem Bau des Turmes von St.Marien. Um dieselbe Zeit wurde die flache Decke durch ein Gewölbe ersetzt. Das ganze 16. Jahrhundert hindurch erfuhr die Kirche zahlreiche Reparaturen, Ausbauten und Veränderungen. So hat man u.a. noch am Gewölbe gearbeitet, den Turm weitergebaut und mit einer Spitze versehen, einen westlichen Dachreiter aufgesetzt, das Dach neu gedeckt und das Innere ausgemalt.
Das erste Uhrwerk der Kirche, das viertelstündlich schlug, hat 1693 der Uhrmacher Paul Schröder eingebaut.
In der Zeit der Napoleonischen Kriege zogen sich 1813 dänisch-schleswig-holsteinische Truppen unter Prinz Friedrich von Hessen nach dem Gefecht bei Sehestedt in die Festung Rendsburg zurück. Die mitgeführten 600 Gefangenen wurden in der Marienkirche verwahrt. Das gleiche geschah 1848/49 während der schleswig-holsteinischen Erhebung mit dänischen Gefangenen, so daß beide Male anschließend die nicht geringen Schäden in der Kirche beseitigt werden mußten. In den Jahren 1852 bis 1854 wurde die Kirche gründlich restauriert, 1862/63 der Turm ausgebessert und das Westportal erneuert. Die ursprünglichen Seiteneingänge, die vor der Reformation auch für Prozessionen vorgesehen waren, sind zugemauert worden.

Das Kircheninnere ist heute noch reich ausgestattet, obwohl zur Zeit der Reformation mehrere Nebenaltäre verschwanden. Den Hauptaltar, ein Meisterwerk des Holzschnitzers Henning Clausen, stiftete 1649 mit einem Kapital von 400 Goldtalern die aus Schleswig stammende Witwe Elisabeth Behling. Der Altar zeigt in seinem fünfstöckigen Aufbau mit Säulen und Reliefdarstellungen im unteren Mittelfeld die Kreuzigungsszene, darüber das Bild der Auferstehung, an den Seiten die Opferung Isaaks und die Taufe Christi.
An den Pfeilern im Innenraum fallen die kunsthistorisch wertvollen Epitaphien auf, die den hier bestatteten Bürgern, Amtmännern und Pastoren der Kirche gewidmet sind. Einige von ihnen stammen von dem Rendsburger Schnitzer Hans Peper, der auch die von Bürgermeister Hans Gude gestiftete Kanzel geschaffen hat, die außer Renaissancereliefs das Wappen seiner Familie aufweist. Als ältester Sakralgegenstand gilt das bronzene Taufbecken, das aus dem 14. Jahrhundert stammen soll und vielleicht auch schon aus der Vorgängerkirche übernommen wurde.
Eine Orgel des Orgelbauers Walcker begleitet seit 1972 musikalisch die kirchlichen Veranstaltungen. Im Jahre 1988 wurde eine Hillebrand-Orgel als Chororgel erworben.

Besonderen Wert besitzt die spätgotische Kreuzigungsgruppe, die heute im Ostteil des südlichen Seitenschiffes an der östlichen Außenwand zu finden ist. Mit seinen 7 Glocken ist das mächtige und volltönende Geläute im gesamten Stadtgebiet zu hören.

Nach dem 2. Weltkrieg stieg auch in Rendsburg die Einwohnerzahl sprunghaft an und wie im Norden der Stadt erfuhren auch die südlichen Teile Schleife und Parksiedlung - hier besonders nach Abbruch des Zuchthauses - eine sich rasch ausweitende Bebauung. Das veranlaßte die Kirchengemeinde Rendsburg-St.Marien, in dieser Gegend ein vom Rendsburger Architekten Heinz Schröder entworfenes Gotteshaus mit Pastorat und später einem Kindergarten zu errichten, das 1959 unter dem Namen Bugenhagenkirche eingeweiht werden konnte.
Der Innenraum faßt 150 Personen und kann mit dem benachbarten Gemeindesaal auf 300 Plätze erweitert werden. Über dem Altar hängt ein einfaches Holzkreuz, den Altaraufsatz bildet eine in Spanien gefertigte Abendmahlgruppe aus Holz. Später wurde nach dem Entwurf der Kieler Architekten Bolz und Detlefsen ein 35 m hoher, freistehender Glockenturm hinzugefügt.
Zur Betreuung ihrer in der Parksiedlung - dem früheren Zuchthausgelände - wohnenden Gemeindeglieder beschloß der Kirchenvorstand von St.Marien 1962 die Errichtung eines Gemeindezentrums mit Kindergarten und Pastorat, das nach der Grundsteinlegung durch Propst Diederichsen am 7.10.1966 im Jahre 1967 bezogen werden konnte. Neben dem Gemeindehaus mit Saal beherbergt es auch eine Altentagesstätte.
Die Kirchengemeinde hat unmittelbar vor ihrer Kirche 1985 auf altem, immer wieder neubebautem Kirchengrund ein repräsentatives Gemeindehaus erhalten, in dem auch der Propst mit dem Kirchenkreis eine Heimstatt gefunden hat.

Die Kirchengemeinde, der am 1.9.1993 insgesamt 8.347 evangelische Gemeindeglieder angehörten, unterhält zwei Kindertagesstätten sowie zusammen mit der Christkirchengemeinde Rendsburg-Neuwerk und der Kirchengemeinde St.Jürgen Rendsburg die Pflege LebensNah", das Hilfswerk der Kirchengemeinden der Stadt Rendsburg, mit Gemeindekrankenpflege, Haus- und Familienpflege, Tagespflege, Kurzzeitpflege, Betreutem Wohnen, Begegnungsstätte und Sozialstation. Ein Hospiz befindet sich in Planung.
Zur Kirchengemeinde gehören heute die Stadtteile Altstadt, Altes Kronwerk mit Teilen der Mühlenau, Parksiedlung und Schleife.

Stadtteilhaus Mastbrook

Stadtteilhaus - die Geschichte

Das Stadtteilhaus Mastbrook wurde im Jahre 1997 durch ein Projekt des Kreises Rendsburg-Eckernförde und dem Treffpunkte - Verein zur Förderung sozialpädagogischer Initiativen im Kreis Rendsburg-Eckernförde e.V. ins Leben gerufen und durch ein Kuratorium, bestehend aus Vertretern des Kreises Rendsburg-Eckernförde, der Stadt Rendsburg, der Kirchengemeinde St. Jürgen, des Trägers und der Arbeitskreise, inhaltlich begleitet.
Nach dem Umzug des Vereins in die in die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte Mastbrook und der Übernahme deren Trägerschaft, konnte durch die 1998 abgeschlossenen Umbauarbeiten das Stadtteilhaus vollständig bezogen und für sozialraumorientierte Angebote genutzt werden.
Im Januar 2003 hat der ehrenamtliche Vorstand des Verein Treffpunkte die Leitung und Geschäftstätigkeit des Stadtteilhauses an die Treffpunkte gGmbH übertragen.

Gegenwart und Geschichte

Mitten in Schleswig-Holstein gelegen, an der Kreuzung wichtiger Straßen und Schienenwege mit dem Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Canal), liegt Rendsburg. Die rund 30.000 Einwohner zählende Kreisstadt ist das Zentrum eines Wirtschaftsraumes mit etwa 60.000 Menschen: eine weltoffene Stadt durch ihre Infrastruktur, durch Denkweise und Lebensstil ihrer Bewohner.
Schon um das Jahr 1100 entstand eine Burg auf der Eiderinsel, dort wo ein Heer- und Handelsweg die Eider kreuzte. Bald darauf erhielt sie den Namen Reinoldsburg, später zu Rendsburg verkürzt. Rendsburg wurde um 1150 gegründet und 1199 erstmals urkundlich erwähnt. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstand in Anlehnung an die Burg eine Ortschaft, die um die Jahrhundertmitte (1252) das Stadtrecht erhielt. Eine Linie des Schauenburger Grafenhauses, das mit Holstein belehnt war, wählte Rendsburg als Sitz und erreichte im 14. Jahrhundert mit Graf Gerhard III., in der Landesgeschichte "der Große" genannt, die Herrschaft über den größten Teil Holsteins, über das Herzogtum Schleswig und zeitweise über ganz Dänemark. Der Stadt Rendsburg bestätigte Graf Gerhard im Jahre 1339 Stadtverfassung und Stadtgebiet; den städtischen Grundbesitz erweiterte er durch eine Schenkung.
Rendsburg entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert zur Handelsstadt. Zahlreiche heimische Schiffer befuhren die Eider, Rendsburger Kaufleute trieben Handel mit Holz und Getreide aus der Umgebung und beteiligten sich am Transithandel zwischen Ost- und Nordsee. Im Jahre 1539 erhielt Rendsburg eine Umwandlung und wurde damit zu einem wichtigen militärischen Platz des dänischen Königs, der seit 1460 auch Landesherr von Schleswig-Holstein war. Dass die Reformation im Jahre 1542 auf einem Landtag in Rendsburg ihren offiziellen Abschluss fand, ist ein Hinweis auf die Bedeutung der Stadt.
Während des 30jährigen Krieges hielten Wallensteins Truppen Rendsburg zwei Jahre lang besetzt, und im Jahre 1645 belagerten die mit Dänemark verfeindeten Schweden die Stadt und richteten schwere Zerstörungen an. Zwei Jahrzehnte später fasste die Regierung in Kopenhagen den Beschluss, Rendsburg zum stärkeren militärischen Stützpunkt in den Herzogtümern auszubauen. Dem ersten Ausbau (1669-1673) folgte ab 1690 ein weiterer, und fünf Jahre später hatte die Stadt ihr Gesicht völlig verändert. An beiden Ufern der Eider, nördlich und südlich der Altstadt, lagen jetzt ausgedehnte moderne Befestigungswerke. Das südliche Neuwerk schloss einen neu entstandenen Stadtteil ein, der fächerartig einen weiten Platz umgab. Der Gegensatz zwischen der mittelalterlichen Altstadt und dem barocken Neuwerk ist bis heute ein besonderer Reiz des Stadtbildes. Der Ausbau zur Festung machte Rendsburg zu einem mächtigen Zentrum mit einer umfangreichen Garnison, hemmte aber für 150 Jahre die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Der Bau eines Eiderkanals brachte zwar erste Ansätze zu einer Verbesserung der Wirtschaftslage, aber solange Gräben und Bastionen die Ausdehnung der Stadt und die Gewerbeansiedlung verhinderten, blieb Rendsburg einseitig militärisch orientiert.
Während des schleswig-holsteinischen Befestigungskampfes gegen Dänemark in den Jahren 1848 bis 1850 war Rendsburg Ausgangspunkt der militärischen Aktionen, in den ersten 5 Monaten sogar Sitz der Provisorischen Regierung.


Nach dem Mißlingen des Aufstandes ließ die dänische Regierung Altstadt- und Kronwerkbefestigungen einebnen. Die Wälle des Neuwerks blieben dem Verfall überlassen. Die Festungszeit war vorbei, und das war für die weitere Entwicklung der Stadt von Vorteil. Rendsburg behielt eine Garnison, konnte sich jetzt aber auch in gewerblicher Hinsicht entfalten. Den entscheidenden Impuls gab jedoch erst der Bau des Nord-Ostsee-Kanals, der Rendsburg zum Seehafen und Binnenland machte und die Entstehung von Werften und größeren Industriebetrieben ermöglichte. Die seit 1827 bestehende Hollersche Carlshütte wurde zum größten eisenverarbeitenden Betrieb Norddeutschlands. Mit der Verbreiterung des Kanals entstand 1913 die Eisenbahnhochbrücke, eine 2,5 km lange Stahlkonstruktion, die zum Wahrzeichen Rendsburgs wurde. Die gleichzeitig erbaute Straßendrehbrücke wurde im Jahre 1961 durch einen vierspurigen Tunnel ersetzt, zu dem 1965 noch ein Fußgängertunnel kam.
Den zweiten Weltkrieg überstand die Stadt fast unbeschadet. Die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen, die Rendsburgs Einwohnerzahl von 20.000 auf 37.000 stiegen ließ, war die größte kommunale Leistung der Nachkriegszeit.

Rendsburg - Wirtschaft, Kultur, Erholung und Freizeit

Heute ist Rendsburg die Metropole des Kreises Rendsburg - Eckernförde. Über Jahrhunderte hat Rendsburg sich zu einem traditionellen Industrie- und Dienstleistungsstandort entwickelt, dessen breitgefächerte Wirtschaftsstruktur insbesondere Maschinen- und Werkzeugbau, Feinmechanik, Elektronik, Energiewirtschaft, Schiffbau, Hoch- und Tiefbau, Kunststoff- und Holzverarbeitung, Druckerzeugnisse, Getreidehandel, Nahrungs- und Genussmittel, Schlachtbetriebe und Kreditinstitute umfasst.
Qualifizierte Fachkräfte, Ausbildungsplätze, hervorragendes Wirtschaftsklima, gute Hafenkapazitäten (Tiefseehafen im Binnenland) und gute Verkehrsinfrastruktur sowie zukunftweisende Spitzentechnologie unterstützen die Arbeit der in Rendsburg ansässigen Unternehmen.
Rendsburgs Offenheit im europäischen Raum zeigt sich nicht nur in seiner Infrastruktur, sondern auch in einer Reihe von Städtefreundschaften. Partnerstädte im Ausland sind Vierzon in Frankreich, Lancaster in Großbritanien, Aalborg in Dänemark, Haapsalu in Estland, Kristianstad in Schweden und Skien in Norwegen.
Als Zentrum in der Mitte Schleswig - Holsteins bestimmt Rendsburg seine Rolle beim strukturpolitischen Aufbruch des Landes neu. Die traditionsreiche Bauernhauptstadt und alte Dänenfestung Rendsburg strebt nach eigenständigem Profil als "Schaufenster für Schleswig-Holstein".
Mit dem stadteigenen Messegelände, direkt am Nord-Ostsee-Kanal gelegen und der NORLA als dem landwirtschaftlichen Messeereignis in Norddeutschland sowie mit einer breiten Palette individueller Veranstaltungsräume verfügt Rendsburg über hervorragende Standortbedingungen für Messen und Ausstellungen, Kongresse und Seminare.
Die militärische Tradition der Stadt wird durch eine umfangreiche Garnison fortgesetzt. Darüber hinaus stellt Rendsburg als eines der Mittelzentren des Landes alle erforderlichen kulturellen und schulischen Einrichtungen für die Bewohner der Stadt und des Umlandes zur Verfügung.
Die Gesamtgröße des Stadtgebietes umfasst 2.372 ha. Hiervon sind rd. 350 ha als Gewerbe-, Industrie- und Sonderflächen ausgewiesen, die voll erschlossen einen breiten Raum für Neuansiedlungen durch günstige Grundstückspreise bieten.
Als Partner für Investitionen in der Technologie-Region K.E.R.N. e. V. (Kiel, Eckernförde, Rendsburg, Neumünster) ist Rendsburg gut gerüstet für den Standortwettbewerb in Europa. Hier ist noch Raum zum Leben, Entspannen und für geschäftliches Engagement.

Einen besonderen Reiz bietet das reichhaltige Kulturprogramm Rendsburgs. Landestheater, Niederdeutsche Bühne, Museen, Stadtbücherei, Volkshochschulen, Ausstellungen und Konzerte, Jazz- und Big- Bands, Musik, Tanz- und Trachtengruppen, sowie in den Sommermonaten die Konzerte des Schleswig-Holsteinischen Musikfestivals, Maler und Bildhauer schaffen eine lebendige Kulturszene.
Die Volkshochschule ermöglicht es jedem, künstlerische Neigungen umzusetzen. Nicht zu vergessen das architektonisch schöne Kulturzentrum Rendsburgs mit seiner langen Geschichte.
Die allgemeinbildenden Schulen Rendsburgs, zu denen auch eine Dänische Schule und eine Waldorfschule zählen, bieten ein breites Spektrum. Darüber hinaus ist Rendsburg eingebunden in die norddeutsche Hochschullandschaft mit Universität und Fachhochschule in Kiel sowie der Abteilung Landbau in Rendsburg. In Rendsburg hat die "nordkolleg rendsburg GmbH" ihren Sitz, die insbesondere Intensiv-Sprachkurse für ausländische und deutsche Führungskräfte durchführt. Nur wenige Autominuten von Rendsburg liegt Tannenfelde, einer der führenden Anbieter unternehmensbezogener Seminare und Kurse in Norddeutschland. "nordkolleg" und "Tannenfelde" bilden zusammen das Sprachenzentrum Schleswig-Holstein.
Rendsburg ist eine lebendige Stadt in erholsamer Landschaft. Freizeit und Erholung wird in Rendsburg als ein wichtiger Ausgleich zum Arbeitsprozess gesehen. Nur wenige Minuten und man befindet sich in landschaftlicher Idylle. Ob Schwimmen, Segeln, Wandern, Reiten, Rudern, Golf oder Tennis - Sport wird in Rendsburg groß geschrieben.
Schilfbestandene Gewässer, die romantische Eider, Seen und Moorgebiete oder die schönen Wege entlang der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal, laden zum Radfahren, Wandern und Verweilen ein. Für eine geringe Gebühr kann man am Bahnhof ein Fahrrad ausleihen, um Geschichte und Kultur, Stadt und Natur im Herzen Schleswig-Holsteins kennenzulernen. Professionelle Stadtführungen des Rendsburger Verkehrsvereins "per pedes" oder "per Kutsche" runden das Angebot ab.
Rendsburgs Innenstadt ist einen ausgedehnten Bummel wert; mit ihren Fußgängerzonen, schmalen verträumten Gassen, kleinen Plätzen und den vielen liebevoll restaurierten Häusern und modernen Gebäuden bietet sie ein unbeschwertes Einkaufserlebnis, verbunden mit gemütlichen Spaziergängen.
Obgleich Rendsburg wirtschaftlich die Drehscheibe zwischen Skandinavien im Norden und den Ballungsräumen von Staaten der Europäischen Gemeinschaft im Süden, der westlichen Industriestaaten und den Ostsee-Anrainern ist, bietet Rendsburg hervorragende Wohnverhältnisse. Durch die Auslagerung störender Betriebe sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen in den Wohnbereichen ist eine wohltuende Erholung in den eigenen vier Wänden möglich. In dieser Beziehung unterscheidet sich Rendsburg von anderen Wirtschaftsräumen. Hier lebt man wie es gefällt: in der verkehrsberuhigten Altstadt oder - nur wenige Minuten entfernt - inmitten der ländlichen Knicklandschaft mit Hauskoppel und eigenem Bootssteg oder aber in modernen Wohnanlagen mit einzigartigem Blick über die Stadt, den Kanal und den Yachthafen bis weit in die erholsame Umgebung des Urlaubslandes Schleswig-Holstein. Die Wohnanlagen sind attraktiv, die Kosten vergleichsweise günstig; das gilt sowohl für das Mieten als auch für das Kaufen von Grundstücken und Häusern.

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