| 1939-1945
und danach Im Zweiten Weltkrieg wird Rendsburg weitgehend von direkten
Kriegseinwirkungen verschont. Wie überall in Schleswig-Holstein,
wirft jedoch die Unterbringung ortsfremder Personen (Kriegsgefangene,
Zwangsarbeiter, Verwundete und Flüchtlinge) vielschichtige
und große Probleme auf. Die Einwohnerzahl steigt von 20.000
auf 37.000.
1945 8. Mai:
Die Stadt wird offiziell den britischen Truppen übergeben.
Zugehörigkeit zur britischen Besatzungszone.
ab 1952 Schaffung neuen Wohnraums, hauptsächlich im Nordwesten
der Stadt ("Mastbrook").
1955 Aufhebung
des britischen Besatzungsrechts.
1956 Durch
die Einweihung eines Klärwerkes werden die Voraussetzungen
zur Vollkanalisation aller Haushalte in Rendsburg geschaffen.
1961 Einweihung
des Kanaltunnels und Stilllegung der Drehbrücke über
den Nord-Ostsee-Kanal.
1965 Fertigstellung
des Fußgängertunnels unter dem Nord-Ostsee-Kanal.
1970 Im Zuge
der Gebietsreform entsteht der Kreis Rendsburg-Eckernförde.
Rendsburg bleibt Sitz der Kreisverwaltung.
1989 Das ehemals
genutzte Hauptzeughaus am Paradeplatz, das "Hohe Arsenal",
wird als städtisches Kulturzentrum eingeweiht.
1991 Eröffnung
der "Museen im Kulturzentrum Arsenal".
1995 Der Nord-Ostsee-Kanal,
einer der wichtigsten Standortfaktoren Rendsburgs, begeht sein
100-jähriges Betriebsjubiläum.
1999 Rendsburg
feiert das 800-jährige Stadtjubiläum mit einem Jahr
voller Aktivitäten
St Marien
Kurze Geschichte
der Gemeinde
Die Reinoldsburg als Ursprung des Ortes Rendsburg erschien erstmals
1199 in einer Chronik. Die im folgenden Jahrhundert entstehende
Stadt besaß vermutlich 1230 eine eigene Kirche, die 1286
niederbrannte. Die damals zahlenmäßig noch unbedeutende
Einwohnerschaft gehörte bis Mitte des 13. Jahrhunderts zum
Kirchspiel Jevenstedt, das schon vor 1190 über eine eigene
Kirche verfügte.
In einer unter dem 10.4.1266 beglaubigten Urkunde des Erzbischofs
Hildebold von Bremen wird erstmals eine Pfarre in Rendsburg erwähnt,
die dem Domkapitel von Hamburg angehört. Von da an kann von
einem Kirchspiel Rendsburg-St.Marien ausgegangen werden.
Im Jahre 1287 wurde auf dem höchsten Punkt der Eiderinsel
mit dem Neubau der St.Marienkirche begonnen.
Nach Gründung der Christkirchengemeinde Rendsburg-Neuwerk
im Jahre 1700 wurde eine Abgrenzung zwischen den beiden Stadtgemeinden
notwendig, die erst 1967 ihren Abschluß fand. In diesem
Zusammenhang sind alle südlich des Kanals liegenden Stadtteile
und das Gebiet am Kreishafen in die Christkirchengemeinde überführt
worden.
Im Kirchspiel Rendsburg-St.Marien nahm die Reformation 1528 ihren
Anfang. Als der altgläubige Priester und Kirchherr Johan
Schröder gestorben war, wandte sich der Rat der Stadt an
König Friedrich I., der sich zu diesem Zeitpunkt in Eckernförde
aufhielt. Er hatte das Patronatsrecht über die Kirche St.Marien
in Rendsburg, und damit stand ihm das Recht zu, den Kirchherrn
zu bestimmen. Er wählte hierfür den lutherischen Prediger
Dr. Peter Mellitius aus, der sich gerade in seinem Gefolge befand.
Die Einwohner der Stadt nahmen diese Maßnahme offensichtlich
ohne Widerstand hin. Es dauerte aber noch eine ganze Weile, bis
die Reformation sich voll durchsetzen konnte, da es etwa 12 Vikare
in Rendsburg gab, die bei der alten Gottesdienstordnung blieben,
auch weil sie das Predigen nicht gelernt hatten. So sind über
einen Zeitraum von 10 Jahren Gottesdienste beider Konfessionen
nebeneinander in der Kirche St.Marien abgehalten worden. Die neue
Lehre setzte sich dann mit der Berufung des Pastors Johan Meier
endgültig durch, der von 1532 - 1561 Kirchherr an St.Marien
war.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts begann man mit dem Bau des Turmes
von St.Marien. Um dieselbe Zeit wurde die flache Decke durch ein
Gewölbe ersetzt. Das ganze 16. Jahrhundert hindurch erfuhr
die Kirche zahlreiche Reparaturen, Ausbauten und Veränderungen.
So hat man u.a. noch am Gewölbe gearbeitet, den Turm weitergebaut
und mit einer Spitze versehen, einen westlichen Dachreiter aufgesetzt,
das Dach neu gedeckt und das Innere ausgemalt.
Das erste Uhrwerk der Kirche, das viertelstündlich schlug,
hat 1693 der Uhrmacher Paul Schröder eingebaut.
In der Zeit der Napoleonischen Kriege zogen sich 1813 dänisch-schleswig-holsteinische
Truppen unter Prinz Friedrich von Hessen nach dem Gefecht bei
Sehestedt in die Festung Rendsburg zurück. Die mitgeführten
600 Gefangenen wurden in der Marienkirche verwahrt. Das gleiche
geschah 1848/49 während der schleswig-holsteinischen Erhebung
mit dänischen Gefangenen, so daß beide Male anschließend
die nicht geringen Schäden in der Kirche beseitigt werden
mußten. In den Jahren 1852 bis 1854 wurde die Kirche gründlich
restauriert, 1862/63 der Turm ausgebessert und das Westportal
erneuert. Die ursprünglichen Seiteneingänge, die vor
der Reformation auch für Prozessionen vorgesehen waren, sind
zugemauert worden.
Das Kircheninnere ist heute noch reich ausgestattet, obwohl zur
Zeit der Reformation mehrere Nebenaltäre verschwanden. Den
Hauptaltar, ein Meisterwerk des Holzschnitzers Henning Clausen,
stiftete 1649 mit einem Kapital von 400 Goldtalern die aus Schleswig
stammende Witwe Elisabeth Behling. Der Altar zeigt in seinem fünfstöckigen
Aufbau mit Säulen und Reliefdarstellungen im unteren Mittelfeld
die Kreuzigungsszene, darüber das Bild der Auferstehung,
an den Seiten die Opferung Isaaks und die Taufe Christi.
An den Pfeilern im Innenraum fallen die kunsthistorisch wertvollen
Epitaphien auf, die den hier bestatteten Bürgern, Amtmännern
und Pastoren der Kirche gewidmet sind. Einige von ihnen stammen
von dem Rendsburger Schnitzer Hans Peper, der auch die von Bürgermeister
Hans Gude gestiftete Kanzel geschaffen hat, die außer Renaissancereliefs
das Wappen seiner Familie aufweist. Als ältester Sakralgegenstand
gilt das bronzene Taufbecken, das aus dem 14. Jahrhundert stammen
soll und vielleicht auch schon aus der Vorgängerkirche übernommen
wurde.
Eine Orgel des Orgelbauers Walcker begleitet seit 1972 musikalisch
die kirchlichen Veranstaltungen. Im Jahre 1988 wurde eine Hillebrand-Orgel
als Chororgel erworben.
Besonderen Wert besitzt die spätgotische Kreuzigungsgruppe,
die heute im Ostteil des südlichen Seitenschiffes an der
östlichen Außenwand zu finden ist. Mit seinen 7 Glocken
ist das mächtige und volltönende Geläute im gesamten
Stadtgebiet zu hören.
Nach dem 2.
Weltkrieg stieg auch in Rendsburg die Einwohnerzahl sprunghaft
an und wie im Norden der Stadt erfuhren auch die südlichen
Teile Schleife und Parksiedlung - hier besonders nach Abbruch
des Zuchthauses - eine sich rasch ausweitende Bebauung. Das veranlaßte
die Kirchengemeinde Rendsburg-St.Marien, in dieser Gegend ein
vom Rendsburger Architekten Heinz Schröder entworfenes Gotteshaus
mit Pastorat und später einem Kindergarten zu errichten,
das 1959 unter dem Namen Bugenhagenkirche eingeweiht werden konnte.
Der Innenraum faßt 150 Personen und kann mit dem benachbarten
Gemeindesaal auf 300 Plätze erweitert werden. Über dem
Altar hängt ein einfaches Holzkreuz, den Altaraufsatz bildet
eine in Spanien gefertigte Abendmahlgruppe aus Holz. Später
wurde nach dem Entwurf der Kieler Architekten Bolz und Detlefsen
ein 35 m hoher, freistehender Glockenturm hinzugefügt.
Zur Betreuung ihrer in der Parksiedlung - dem früheren Zuchthausgelände
- wohnenden Gemeindeglieder beschloß der Kirchenvorstand
von St.Marien 1962 die Errichtung eines Gemeindezentrums mit Kindergarten
und Pastorat, das nach der Grundsteinlegung durch Propst Diederichsen
am 7.10.1966 im Jahre 1967 bezogen werden konnte. Neben dem Gemeindehaus
mit Saal beherbergt es auch eine Altentagesstätte.
Die Kirchengemeinde hat unmittelbar vor ihrer Kirche 1985 auf
altem, immer wieder neubebautem Kirchengrund ein repräsentatives
Gemeindehaus erhalten, in dem auch der Propst mit dem Kirchenkreis
eine Heimstatt gefunden hat.
Die Kirchengemeinde, der am 1.9.1993 insgesamt 8.347 evangelische
Gemeindeglieder angehörten, unterhält zwei Kindertagesstätten
sowie zusammen mit der Christkirchengemeinde Rendsburg-Neuwerk
und der Kirchengemeinde St.Jürgen Rendsburg die Pflege LebensNah",
das Hilfswerk der Kirchengemeinden der Stadt Rendsburg, mit Gemeindekrankenpflege,
Haus- und Familienpflege, Tagespflege, Kurzzeitpflege, Betreutem
Wohnen, Begegnungsstätte und Sozialstation. Ein Hospiz befindet
sich in Planung.
Zur Kirchengemeinde gehören heute die Stadtteile Altstadt,
Altes Kronwerk mit Teilen der Mühlenau, Parksiedlung und
Schleife.
Stadtteilhaus
Mastbrook
Stadtteilhaus
- die Geschichte
Das Stadtteilhaus
Mastbrook wurde im Jahre 1997 durch ein Projekt des Kreises Rendsburg-Eckernförde
und dem Treffpunkte - Verein zur Förderung sozialpädagogischer
Initiativen im Kreis Rendsburg-Eckernförde e.V. ins Leben
gerufen und durch ein Kuratorium, bestehend aus Vertretern des
Kreises Rendsburg-Eckernförde, der Stadt Rendsburg, der Kirchengemeinde
St. Jürgen, des Trägers und der Arbeitskreise, inhaltlich
begleitet.
Nach dem Umzug des Vereins in die in die Räumlichkeiten der
Kindertagesstätte Mastbrook und der Übernahme deren
Trägerschaft, konnte durch die 1998 abgeschlossenen Umbauarbeiten
das Stadtteilhaus vollständig bezogen und für sozialraumorientierte
Angebote genutzt werden.
Im Januar 2003 hat der ehrenamtliche Vorstand des Verein Treffpunkte
die Leitung und Geschäftstätigkeit des Stadtteilhauses
an die Treffpunkte gGmbH übertragen.
Gegenwart
und Geschichte
Mitten in
Schleswig-Holstein gelegen, an der Kreuzung wichtiger Straßen
und Schienenwege mit dem Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Canal), liegt
Rendsburg. Die rund 30.000 Einwohner zählende Kreisstadt
ist das Zentrum eines Wirtschaftsraumes mit etwa 60.000 Menschen:
eine weltoffene Stadt durch ihre Infrastruktur, durch Denkweise
und Lebensstil ihrer Bewohner.
Schon um das Jahr 1100 entstand eine Burg auf der Eiderinsel,
dort wo ein Heer- und Handelsweg die Eider kreuzte. Bald darauf
erhielt sie den Namen Reinoldsburg, später zu Rendsburg verkürzt.
Rendsburg wurde um 1150 gegründet und 1199 erstmals urkundlich
erwähnt. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstand in Anlehnung
an die Burg eine Ortschaft, die um die Jahrhundertmitte (1252)
das Stadtrecht erhielt. Eine Linie des Schauenburger Grafenhauses,
das mit Holstein belehnt war, wählte Rendsburg als Sitz und
erreichte im 14. Jahrhundert mit Graf Gerhard III., in der Landesgeschichte
"der Große" genannt, die Herrschaft über
den größten Teil Holsteins, über das Herzogtum
Schleswig und zeitweise über ganz Dänemark. Der Stadt
Rendsburg bestätigte Graf Gerhard im Jahre 1339 Stadtverfassung
und Stadtgebiet; den städtischen Grundbesitz erweiterte er
durch eine Schenkung.
Rendsburg entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert zur Handelsstadt.
Zahlreiche heimische Schiffer befuhren die Eider, Rendsburger
Kaufleute trieben Handel mit Holz und Getreide aus der Umgebung
und beteiligten sich am Transithandel zwischen Ost- und Nordsee.
Im Jahre 1539 erhielt Rendsburg eine Umwandlung und wurde damit
zu einem wichtigen militärischen Platz des dänischen
Königs, der seit 1460 auch Landesherr von Schleswig-Holstein
war. Dass die Reformation im Jahre 1542 auf einem Landtag in Rendsburg
ihren offiziellen Abschluss fand, ist ein Hinweis auf die Bedeutung
der Stadt.
Während des 30jährigen Krieges hielten Wallensteins
Truppen Rendsburg zwei Jahre lang besetzt, und im Jahre 1645 belagerten
die mit Dänemark verfeindeten Schweden die Stadt und richteten
schwere Zerstörungen an. Zwei Jahrzehnte später fasste
die Regierung in Kopenhagen den Beschluss, Rendsburg zum stärkeren
militärischen Stützpunkt in den Herzogtümern auszubauen.
Dem ersten Ausbau (1669-1673) folgte ab 1690 ein weiterer, und
fünf Jahre später hatte die Stadt ihr Gesicht völlig
verändert. An beiden Ufern der Eider, nördlich und südlich
der Altstadt, lagen jetzt ausgedehnte moderne Befestigungswerke.
Das südliche Neuwerk schloss einen neu entstandenen Stadtteil
ein, der fächerartig einen weiten Platz umgab. Der Gegensatz
zwischen der mittelalterlichen Altstadt und dem barocken Neuwerk
ist bis heute ein besonderer Reiz des Stadtbildes. Der Ausbau
zur Festung machte Rendsburg zu einem mächtigen Zentrum mit
einer umfangreichen Garnison, hemmte aber für 150 Jahre die
wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Der Bau eines Eiderkanals
brachte zwar erste Ansätze zu einer Verbesserung der Wirtschaftslage,
aber solange Gräben und Bastionen die Ausdehnung der Stadt
und die Gewerbeansiedlung verhinderten, blieb Rendsburg einseitig
militärisch orientiert.
Während des schleswig-holsteinischen Befestigungskampfes
gegen Dänemark in den Jahren 1848 bis 1850 war Rendsburg
Ausgangspunkt der militärischen Aktionen, in den ersten 5
Monaten sogar Sitz der Provisorischen Regierung.
Nach dem Mißlingen des Aufstandes ließ die dänische
Regierung Altstadt- und Kronwerkbefestigungen einebnen. Die Wälle
des Neuwerks blieben dem Verfall überlassen. Die Festungszeit
war vorbei, und das war für die weitere Entwicklung der Stadt
von Vorteil. Rendsburg behielt eine Garnison, konnte sich jetzt
aber auch in gewerblicher Hinsicht entfalten. Den entscheidenden
Impuls gab jedoch erst der Bau des Nord-Ostsee-Kanals, der Rendsburg
zum Seehafen und Binnenland machte und die Entstehung von Werften
und größeren Industriebetrieben ermöglichte. Die
seit 1827 bestehende Hollersche Carlshütte wurde zum größten
eisenverarbeitenden Betrieb Norddeutschlands. Mit der Verbreiterung
des Kanals entstand 1913 die Eisenbahnhochbrücke, eine 2,5
km lange Stahlkonstruktion, die zum Wahrzeichen Rendsburgs wurde.
Die gleichzeitig erbaute Straßendrehbrücke wurde im
Jahre 1961 durch einen vierspurigen Tunnel ersetzt, zu dem 1965
noch ein Fußgängertunnel kam.
Den zweiten Weltkrieg überstand die Stadt fast unbeschadet.
Die Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen, die Rendsburgs
Einwohnerzahl von 20.000 auf 37.000 stiegen ließ, war die
größte kommunale Leistung der Nachkriegszeit.
Rendsburg
- Wirtschaft, Kultur, Erholung und Freizeit
Heute ist
Rendsburg die Metropole des Kreises Rendsburg - Eckernförde.
Über Jahrhunderte hat Rendsburg sich zu einem traditionellen
Industrie- und Dienstleistungsstandort entwickelt, dessen breitgefächerte
Wirtschaftsstruktur insbesondere Maschinen- und Werkzeugbau, Feinmechanik,
Elektronik, Energiewirtschaft, Schiffbau, Hoch- und Tiefbau, Kunststoff-
und Holzverarbeitung, Druckerzeugnisse, Getreidehandel, Nahrungs-
und Genussmittel, Schlachtbetriebe und Kreditinstitute umfasst.
Qualifizierte Fachkräfte, Ausbildungsplätze, hervorragendes
Wirtschaftsklima, gute Hafenkapazitäten (Tiefseehafen im
Binnenland) und gute Verkehrsinfrastruktur sowie zukunftweisende
Spitzentechnologie unterstützen die Arbeit der in Rendsburg
ansässigen Unternehmen.
Rendsburgs Offenheit im europäischen Raum zeigt sich nicht
nur in seiner Infrastruktur, sondern auch in einer Reihe von Städtefreundschaften.
Partnerstädte im Ausland sind Vierzon in Frankreich, Lancaster
in Großbritanien, Aalborg in Dänemark, Haapsalu in
Estland, Kristianstad in Schweden und Skien in Norwegen.
Als Zentrum in der Mitte Schleswig - Holsteins bestimmt Rendsburg
seine Rolle beim strukturpolitischen Aufbruch des Landes neu.
Die traditionsreiche Bauernhauptstadt und alte Dänenfestung
Rendsburg strebt nach eigenständigem Profil als "Schaufenster
für Schleswig-Holstein".
Mit dem stadteigenen Messegelände, direkt am Nord-Ostsee-Kanal
gelegen und der NORLA als dem landwirtschaftlichen Messeereignis
in Norddeutschland sowie mit einer breiten Palette individueller
Veranstaltungsräume verfügt Rendsburg über hervorragende
Standortbedingungen für Messen und Ausstellungen, Kongresse
und Seminare.
Die militärische Tradition der Stadt wird durch eine umfangreiche
Garnison fortgesetzt. Darüber hinaus stellt Rendsburg als
eines der Mittelzentren des Landes alle erforderlichen kulturellen
und schulischen Einrichtungen für die Bewohner der Stadt
und des Umlandes zur Verfügung.
Die Gesamtgröße des Stadtgebietes umfasst 2.372 ha.
Hiervon sind rd. 350 ha als Gewerbe-, Industrie- und Sonderflächen
ausgewiesen, die voll erschlossen einen breiten Raum für
Neuansiedlungen durch günstige Grundstückspreise bieten.
Als Partner für Investitionen in der Technologie-Region K.E.R.N.
e. V. (Kiel, Eckernförde, Rendsburg, Neumünster) ist
Rendsburg gut gerüstet für den Standortwettbewerb in
Europa. Hier ist noch Raum zum Leben, Entspannen und für
geschäftliches Engagement.
Einen besonderen
Reiz bietet das reichhaltige Kulturprogramm Rendsburgs. Landestheater,
Niederdeutsche Bühne, Museen, Stadtbücherei, Volkshochschulen,
Ausstellungen und Konzerte, Jazz- und Big- Bands, Musik, Tanz-
und Trachtengruppen, sowie in den Sommermonaten die Konzerte des
Schleswig-Holsteinischen Musikfestivals, Maler und Bildhauer schaffen
eine lebendige Kulturszene.
Die Volkshochschule ermöglicht es jedem, künstlerische
Neigungen umzusetzen. Nicht zu vergessen das architektonisch schöne
Kulturzentrum Rendsburgs mit seiner langen Geschichte.
Die allgemeinbildenden Schulen Rendsburgs, zu denen auch eine
Dänische Schule und eine Waldorfschule zählen, bieten
ein breites Spektrum. Darüber hinaus ist Rendsburg eingebunden
in die norddeutsche Hochschullandschaft mit Universität und
Fachhochschule in Kiel sowie der Abteilung Landbau in Rendsburg.
In Rendsburg hat die "nordkolleg rendsburg GmbH" ihren
Sitz, die insbesondere Intensiv-Sprachkurse für ausländische
und deutsche Führungskräfte durchführt. Nur wenige
Autominuten von Rendsburg liegt Tannenfelde, einer der führenden
Anbieter unternehmensbezogener Seminare und Kurse in Norddeutschland.
"nordkolleg" und "Tannenfelde" bilden zusammen
das Sprachenzentrum Schleswig-Holstein.
Rendsburg ist eine lebendige Stadt in erholsamer Landschaft. Freizeit
und Erholung wird in Rendsburg als ein wichtiger Ausgleich zum
Arbeitsprozess gesehen. Nur wenige Minuten und man befindet sich
in landschaftlicher Idylle. Ob Schwimmen, Segeln, Wandern, Reiten,
Rudern, Golf oder Tennis - Sport wird in Rendsburg groß
geschrieben.
Schilfbestandene Gewässer, die romantische Eider, Seen und
Moorgebiete oder die schönen Wege entlang der meistbefahrenen
künstlichen Wasserstraße der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal,
laden zum Radfahren, Wandern und Verweilen ein. Für eine
geringe Gebühr kann man am Bahnhof ein Fahrrad ausleihen,
um Geschichte und Kultur, Stadt und Natur im Herzen Schleswig-Holsteins
kennenzulernen. Professionelle Stadtführungen des Rendsburger
Verkehrsvereins "per pedes" oder "per Kutsche"
runden das Angebot ab.
Rendsburgs Innenstadt ist einen ausgedehnten Bummel wert; mit
ihren Fußgängerzonen, schmalen verträumten Gassen,
kleinen Plätzen und den vielen liebevoll restaurierten Häusern
und modernen Gebäuden bietet sie ein unbeschwertes Einkaufserlebnis,
verbunden mit gemütlichen Spaziergängen.
Obgleich Rendsburg wirtschaftlich die Drehscheibe zwischen Skandinavien
im Norden und den Ballungsräumen von Staaten der Europäischen
Gemeinschaft im Süden, der westlichen Industriestaaten und
den Ostsee-Anrainern ist, bietet Rendsburg hervorragende Wohnverhältnisse.
Durch die Auslagerung störender Betriebe sowie verkehrsberuhigende
Maßnahmen in den Wohnbereichen ist eine wohltuende Erholung
in den eigenen vier Wänden möglich. In dieser Beziehung
unterscheidet sich Rendsburg von anderen Wirtschaftsräumen.
Hier lebt man wie es gefällt: in der verkehrsberuhigten Altstadt
oder - nur wenige Minuten entfernt - inmitten der ländlichen
Knicklandschaft mit Hauskoppel und eigenem Bootssteg oder aber
in modernen Wohnanlagen mit einzigartigem Blick über die
Stadt, den Kanal und den Yachthafen bis weit in die erholsame
Umgebung des Urlaubslandes Schleswig-Holstein. Die Wohnanlagen
sind attraktiv, die Kosten vergleichsweise günstig; das gilt
sowohl für das Mieten als auch für das Kaufen von Grundstücken
und Häusern.
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